Dafür wohnen neben uns die Hühner (deren männliche Ausführung ab morgens ca. 05.30 Uhr seinen Pflichten nachkommt ), die Enten ( die auch gerne in unserem Pool landen), nen Esel (der ebenfalls merkwürdige Geräusche von sich gibt) und ganz viel Natur.
Das sind wir ja eigentlich gar nicht gewohnt, so dass wir ganz glücklich darüber sind, dass die Strasse (ca. nen Kilometer entfernt) ein wenig Lärm den Hügel hinaufschallen lässt.
Auf dieser Strasse sind die K&Ks heute morgen gejoggt (bitte keine Nachfragen und Ratschläge mehr - auch wenn so viele von unseren Lesern der Meinung sind, dass uns das ganz gut tun würde! Die beiden alten Männer werden sich dem Sport nicht nähern!!!! ) Und schon gar nicht, wenn man, wie die beiden berichteten, ununterbrochen angehupt wird. Das liegt allerdings daran, dass die keine auffällige Schutzweste tragen.
| Jeff beim Joggem |
Da schlage ich doch vor, dass die beiden Joggingklamotten tragen, auf denen zumindest der Name steht - da wird man besser von hinten erkannt - hier scheint das so üblich zu sein: der Jeff jedenfalls trägt seinen Namen prominent auf´m Arsch.
Naja und mit dieser Erkenntnis habe ich noch einen Grund gefunden, warum ICH nicht joggen gehen kann: Witti-Dicki-Expapst-Prinzessin passt übehaupt nicht auf meinen Hintern.
Ok, aber trotzdem haben es die beiden heil zurück in die Natur gefunden. Hurra, denn ansonsten hätten die beiden alten Männer ja kein Frühstück gehabt - und das wäre wirklich tragisch gewesen!
| Eze - liegt toll |
In Eze, wo wir heute Vormittag waren, haben wir gelernt, dass das Dorf zwar atemberaubend liegt, aber man von oben keinen Blick hat, da alle Hotels und Restaurants so konzipiert sind, dass man nur als zahlender Gast vom Blick partizipieren kann.
| Blick hat man abe nur vereinzelt |
Und das Dorf ist so klein, dass die Putzkräfte nur mit mobilen Staubsaugern ihren Aufgaben im 5-Sterne-Hotel nachkommnen können.
| Staubsauger to go |
| Bootchen in der Bucht von Villefranche |
Zuvor wurden noch die Wasservorräte gecheckt und jeder musste nen Apfel essen. Das wäre Christoph und mir alleine auch nie eingefallen.
Wir würden jetzt ganz entspannt beim Plat du Jour und hätten das erste Glas Weisswein geschlürft.
In Nizza selbst laufen auch nur noch todschicke Menschen rum - die Hälfte sind Russen (mit tollen Autos - ich wusste gar nicht, dass es von Porsche mitlerweile auch ein viertüriges Hypridmodell gibt!), die sich aufgrund ihres Geldes schick fühlen und die andere Hälfte sind arme Europäer, die mangelnde Kohle auf dem Konto durch Besuche im Fitnessstudio kaschieren müssen. Die dritte Hälfte (ich möchte jetzt nichts über mathematische Gleichungen hören!) sind Touristen, die entweder betont lässig durch die Gassen bummeln oder bräsig im Caffee sitzen und es bereuen, den langen Weg nach Südfrankreich gefahren zu sein, nur um auch dort der Angetrauten schlecht gelaunt gegenüber zu sitzen.
Wir haben uns allerdings allen Klisches widersetzt und haben lecker Cafe Gourmand zu uns genommen
| drei mal Kuchen - das macht glücklich |
Seit gestern muss ja ich wieder ans Steuer: den anderen fahren die Franzosen zu schlecht (mal wird nicht geblinkt, dann wird der blinkende Blinker vegessen, mal wird wild überholt und immer wird beim Fahren telefoniert) - mich kann das alles ja nicht wirklich schocken.
Was mich nur rasend macht, sind Kommentare wie diese ".....da hätten wir übrigens raus gemusst....", ".....also mir geht es nicht schnell genug, kannste dich mal beeilen, der Supermarkt macht gleich zu und wir haben keinen Wein mehr...."
Egal, jetzt sitzen wir am Feuer unseres Kamins (David hat nur eine 3/4 Stunde gebraucht, um das Holz zum Brennen zu bringen - der kann das nämlich, denn er ist mit Kamin gross geworden.......) und geben ein entzückendes Bild ab: zwei daddeln auf ihren iphones, einer auf seinem Laptop und der vierte auf seinem Tablet - mann was sind wir modern und multimedial -man stelle sich mal vor, man hätte das alles nicht. Hätte man sich doch glatt unterhalten müssen!
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