Dass das sogenannte Ausschiffen kompliziert ist, kannten wir ja bereits von den anderen Kreuzfahrten. (Als wären wir nur noch auf Schiffen unterwegs)
Bei NCL, deren Slogan ja Freestyle-Cruising ist, ist sogar das Verlassen des Schiffes ganz freestylig : wenn man will und nichts für teuer Geld gebucht hat, kann man sich sein Gepäck selber unter den Arm klemmen und irgendwann von Bord gehen. Man kommt dann in eine Halle, in der all das Gepäck gestapelt ist, deren Inhaber lieber organisiert sind. Die haben alle einen farbigen Kofferanhänger bekommen und müssen nun darauf warten, dass die entsprechende Farbe aufgerufen wird. Einziger Vorteil: man braucht die Koffer nicht selber tragen....Naja ein weiterer Vorteil von den Organisierten besteht darin, dass die nicht nur so einen tollen Kofferanhänger in einer spacigen Farbe geschenkt bekommen haben, sondern auch den Abtransport zum Bahnhof oder Flughafen vorgesetzt bekommen. Aber super schlau wie wir ja immer sind, dachten wir, dass der Weg zum Bahnhof auch per Taxi zurück gelegt werden kann.
Blöd nur, dass es in diesem Hafen ein Taxiverbot zu geben scheint - war also nischt mit der klugen Idee. (Tja, als wir vor zehn Tagen am Bahnhof von Civitavecchia ankamen, gab es sehr wohl Taxis zum Schiff, nur in die andere Richtung wollen die nicht. Also mußten wir mit allen, denen wir die letzte Zeit aus dem Weg gegangen sind, zum Bahnhof.)
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| nachgestellte Szene |
Schade, dass ich beide Hände mit Koffern voll hatte und somit kein Foto gemacht habe.
Von dem Elend der nicht italienisch sprechenden Touristen beim Fahrkartenkauf zu berichten, sehe ich an dieser Stelle mal ab - das wäre zu ernüchternd.....
| Wäsche ist fertig - man beachte: Weinflasche im Hintergrund |
Jetzt sind wir jedenfalls in Florenz angekommen und haben unsere Wohnung für die nächste Woche bezogen. Wir waren auch schon lecker einkaufen und sitzen somit auf der Couch beim Gläschen Rotwein - fast wie zu Hause - es ist wie zu Hause: Christoph hat eine Waschmaschine entdeckt und jetzt steht hier auch gleich noch nen Wäscheständer mit trocknenden Schlüppis rum. (Man muß immer frisch duftende Schlüppis tragen, wer weiß, was mal ist...)
Ich kann ja kein italienisch. So konnte ich den freundlichen Eigentümer nicht fragen, wo der denn die Wäscheklammern (molletta da bucato) und den Korkenzieher (cavatappi) versteckt hat. Der hat sowieso ganz merkwürdig geguckt, als ich die Maschine erklärt haben wollte. Mit Händen und Füßen geht alles und der Schleudergang ist weltweit gleich.
Ich wollte nicht mit auf´s Bild. Man kann, wenn man ganz genau hinguckt, die winzigkleine Cafetiere sehen.
Unsere Wohnung ist mittendrin, beim Palazzo Vecchio hintenrum und auch nur drei Treppen hoch, zum Schlafzimmer noch eine weiter.
Heute sind wir mit den Massen durch die Stadt flaniert. Ich will gar nicht wissen, was hier in der Hauptsaison los ist. Aber das haben wir ja schon vorher gewußt. Morgen muß sich Dicki Kirchen anschauen, er ist schon ganz gespannt!
Beim ersten kleinen Spaziergang durch Florenz war ich schon ein wenig irritiert: die Florentiner (und hier meine ich nicht das Gebäck) scheinen ein wenig lahm zu sein. Nach dem wir über die Ponte Vecchio gebummelt waren, kamen wir an folgendem Bild vorbei
| habemus papam |
Und ich dachte, dass wir den neuen Papst schon seit einigen Tagen haben. Na egal - jetzt ist er auch hier angekommen.
Dafür habe ich auch schon einen neuen Freund gefunden - der widerspricht nie - lügt aber des öfteren
Was soll das denn heißen?

Meine Lieben, Blog lesen ist viel schöner als selbst zu all den vollen, lauten, schmutzigen oder sonst benachteiligten Orten zu reisen.... und dank der Bilder weiß man eh, wie es dort aussieht.... da fahre ich lieber weiterhin mehrfach im Jahr auf meine Farm nach Island und geniesse den Rest der Welt via Dickie-Blog...:-) Bussi und bis bald...Norman
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