

Nun hat sich heute ein drittes Ding dazugesellt, vor dem mich meine Freundin Rensch aus Schöneberg schon gewarnt hatte.
Sie kann sich an dieser Stelle ein dickes "Ich hab´s Dir ja gesagt!" gutschreiben.
Ich sag´ mal so: Wenn der Römer nahe an der Cloaca Maxima gewohnt hat, dann hat er ein gewisses Aroma nicht ignorieren können. So isses auch hiermit:
Das ist die burgundische Andouillette.
Was heißt wie die entzückende kleine Tochter der Lieblingscousine aus Paris ist eine Innereienwurst der hinterhältigen Sorte. Eigentlich sieht sie ganz harmlos aus und eigentlich ist Leberwurst ja auch von Innen, von Blutwurst mal ganz zu schweigen.
Hat man sie vor sich, ist sie ganz kross gegrillt und appetitlich anzuschauen, nur leider wird der ganze erste Eindruck zunichte gemacht, sobald man reinsticht. Ich hab gedacht, ich sitz´ im Dachsbau, oder was, mit verdauungsgestörtem Dachs.
Gott sei Dank gab´s Senf und so hab ich die tolle Wurst unter Senf bestattet. Die Hälfte ging, dann war´s wirklich aus.
Die Dame am Nebentisch (angelsächsisch) sah sich immer so komisch in unsere Richtung um. Die dachte wohl, ein gewisser jemand hätte gepupst. Nene, die essen hier sowas.
Lustigerweise fragte der Kellner, ob wir denn gute und einfache Restaurants in Berlin wüßten, er sei am nächsten Wochenende zum Marathon da. Wir haben ihn zu Curry 36 geschickt. Da kann er dann mal sehen....


Andouillette geht gar nicht. Ich warne auch vor Faux Filet und Bavette à l'échalotte. Spielt zwar vom Ekelfaktor her in einer ganz anderen Liga als die Andouillette, aber Faux Filet ist trotz "Filet" im Namen alles andere als zart, und Bavette kann man wahrscheinlich auch zum Abdichten leck geschlagener U-Boote verwenden. Und "rognons" nur bestellen, wenn man Nierchen goutiert...
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