In Niedersachsen wird ja viel geritten, meistens von Mädchen. Als uns heute vorgeschlagen wurde einen Reiterhof zu besuchen, dachte ich erst an Mädchengedöns. Die kleine Lisa-Marie auf ihrem Apfelschimmelpony oder so. Weit gefehlt. Zwar war die Veranstaltung an sich für Nichtreiter eher öde, aber der Springreitwettbewerb war brutal und es wurde keinerlei Rücksicht genommen, weder aufs Aussehen der Pferde noch auf die Jugend und Befindlichkeiten der Teilnehmerinnen. Es gab sogar einen männlichen Teilnehmer, den Pubertisten Ole, das einzige Nichtmädchen weit und breit. Zur Belohnung für Ole schien die Sonne.
Von acht Teilnehmern wurden fünf disqualifiziert. Bei einer weigerte sich das Pferd standhaft, die Hindernisse springend zu überwinden, die nächste fiel vom Pferd über´s Hindernis, eine rutschte aus dem Sattel, sogar für Ole sah´s gar nicht gut aus, kassierte er doch acht Strafpunkte und mit der Zeit war´s auch eher mau. Zum Glück für ihn fielen ja alle anderen durch, so wurde er nicht aufgrund seiner Leistung oder der seines Gauls dritter, sondern mangels anderer Teilnehmer.
Was lernen wir daraus? Man muß nicht selbst gut sein. Alle anderen müssen nur schlechter sein.
Mein ideales Pferd

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