Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.



Dienstag, 27. September 2011

Sonntag, 25. September 2011

Ausreise

Gestern haben wir Verdun erreicht.

Die Stadt liegt ganz wunderschön von Wäldern und Feldern umgeben. Die Wälder und Felder werden ab und an von schön gelegenen Friedhöfen abgelöst.


Man kann einen Rundweg abfahren, der "Schlachtfeld 14-18" heißt. Vom Schlachtfeld ist nach fast 100 Jahren Baumwuchses nichts mehr zu sehen, das macht die Erfahrung aber eher noch interessanter. Der Waldboden sieht ein wenig uneben aus, aber nach vier Jahren Mörserbeschuß ist das wohl nicht anders zu erwarten.




















Übernachtet haben wir zum ersten Mal in einem Hotel der Etap-Kette. Die gibt´s ja in Frankreich zuhauf. Ich fand´s praktisch. Eine Plastikduschzelle, ein Gästeklo und ein Etagenbett, falls mal Besuch kommt. Das ganze hat ein wenig Jugendherbergscharakter, aber nicht schlimm.

Also ick komm nich mehr runta

Vor der Weiterfahrt mußten wir noch im Supermarkt die Vorräte auffüllen. Die Menge des Einkaufs stellte Dicki als Einpacker vor logistische Herausforderungen, zumal man darauf achten sollte, die Käsemenge aus olfaktorischen Gründen gerecht zu verteilen und wenn man offen fahren will, ist der Kofferraum bekanntlich kleiner.
Den letzten Tag verbringen wir bei den lieben Kleinen in Wiesbaden und warten darauf, daß eins schreit. Dauert ja nie lang.


so lieb

so nicht



Freitag, 23. September 2011

Reims - nach oben strebend

nach oben gestrebt
So langsam kommen wir zum Ende unserer Reise, da dürfen einige Höhepunkte natürlich nicht fehlen. Zum einen mußte Dicki noch in die Kathedrale von Reims, zum anderen mußte ich mit zum Schuhekaufen (eigentlich zum Anzugkaufen, aber Schuhe gab´s auch). Im Laden gab´s in weiser Voraussicht eine bequeme Bank für die Mitgenommenen. Da muß man dann nur noch sitzen und abnicken.

Der Engel hier unten heißt "Der lächelnde Engel". Uns kam er eher leicht bekifft vor.


Einen Champagnerkeller haben wir dann auch noch besucht, denn wenn man schon mal hier ist........

da fehlt doch was

Auf´m Land hatten wir zwar schon einen gesehen, aber der war klitzeklein und Monsieur war nicht so schick wie die gestylte Taittingertante im kleinen Schwarzen, aber in der Stadt kann man auch nicht im Kittel über´n Hof.  Dafür war Monsieur aber wirklich authentisch und hatte noch Bezug zum Produkt. Auf´m Land muß man auch nix bezahlen, wenn man mal kurz kosten will. Na gut, das kleine Schwarze will auch bezahlt sein und Lacroix arbeitet ja nicht für umme. Interessant war´s trotzdem. Die Höhlen sind noch römisch, man fühlt den Mantel der Gechichte wehen und es umhaucht uns das Aroma von teurem Sprudel (lieber Eric!).


geschüttelt, nicht gerührt

unsere Lieblingsflasche

Musée de l´Alcoholisme














Mit Erstaunen haben wir dann noch eine Ikone der Popkultur in unvermuteter Umgebung angetroffen. Wer findet Alfred im Wimmelbild der Hölle?



Und Nachtisch gibt´s natürlich auch, nach soviel Kultur und Bildung.

Glücklich mit Macarons au Chocolat et Pistache
und Tartelette aux Abricots.
Und Kaffee.

Donnerstag, 22. September 2011

Luxusprobleme

Heute gibt es keinen richtigen Blogeintrag - obwohl wir in Reims angekommen sind und es über die hiesige Kathedrale so einiges zu schreiben gäbe!
Wir müssen nämlich unseren nächsten Urlaub planen (also eigentlich erst den über-über-nächsten - im November darf Christoph ja nochmals entscheiden und im Januar geht es ´ne Woche zum Skilaufen):  Jetzt diskutieren wir gerade über mögliche Reiseziele im März 2012.

Zur Auswahl stehen bislang:
  • Hawaii
  • Indien
  • Kolumbien
  • Panama
  • Panama und Kolumbien in Kombination
  • Nordspanien
  • Neuseeland
Ja, und da ich ja im nächsten Jahr der Urlaubsbestimmer bin, dürfen gute Ratschläge, weitere Reisezielvorschläge oder anderweitige Anregungen gerne an mich gesandt werden. (auf die anderweitigen Anregungen bin ich ja ganz besonders gespannt. Rhön, oder was?)

Bei all´ dem ganzen Stress gab es heute selbstverständlich trotzdem lecker Essen: Mittags eine Kleinigkeit mit einer noch kleineren Nachtisch-Kleinigkeit und zum Abendessen lecker Menü ( shame on you, Christoph! Du hast heute wieder Stopf-Gänseleber gegessen...)(ich weiß...... :-(  )

Mittwoch, 21. September 2011

Spazieren im Weinberg

Nach so viel Kultur passiert heute schon den dritten Tag in Folge nichts:
selbstverständlich gibt es täglich Leckeres aus der Charcuterie und da der Winzer im Haus wohnt auch den nötigen Champagner zum Abendbrot (oder auch schon ein wenig früher).


frohen Mutes durch die Wildnis
Dafür gehen wir spazieren! Toll, nicht! (ich bin schon immer gern spaziert!)
Bislang haben das ja immer nur die anderen (zumeist Rentner) gemacht. Und ich bin ja der Meinung, dass Spazieren zweckfrei ist: wofür hat der liebe Gott denn das Auto oder zumindest das Zweirad (motorisiert oder auch nicht) erfunden? Da kann man doch so wunderbar sitzend die Gegend bestaunen - aber nein, da heisst es: Schatz, lass uns doch ein wenig spazieren gehen.
Traubenmassaker
 im Weinberg
Und da ich ja nicht widerspenstig sein will, wähle ich die angemessene Kleidung, das notwendige Schuhwerk, mache mir die Haare und packe alles notwendige ein (man weiss ja nie) - ja und wofür: für den 20 minütigen Gang durch die Weinberge (vielleicht waren es auch 10 Minuten länger).
Hat sich da der Aufwand gelohnt? (aber die Aussicht!)



Man sieht, uns gehen die Themen aus - das wird sich morgen ändern: Denn da geht es weiter zu den letzten Stationen in Frankreich.

Aber an dieser Stelle einige Anmerkungen zu den vielfältigen Kommentaren und Mails, die uns zu unserem Blog erreicht haben:
  • Selbstverständlich schreiben wir am liebsten übers Essen - das machen wir ja auch am liebsten (und können es am besten)
  • Bei den nächsten Treffen mit uns müsst Ihr keine Sorgen haben, dass die Erlebnisse (oder das dargebotene Essen) sogleich im Blog kommentiert werden - allerdings: besonders gute Kochkünste dürfen doch gerne beschrieben werden, oder? Und wenn dann gar nichts geschrieben wird, ist das ggfs. Kommentar genug... ausserdem ist das hier ja - z.Zt. noch - nur ein Urlaubsblog
  • Schön, dass es so viele Tipps für Restaurants und Speisen gab - einschliesslich der Sachen, die man besser nicht essen sollte
  • Wir sind nicht zeitverschoben - wir haben vielmehr die Zeiteinstellung dieses Blogs erst vor ein paar Tagen gefunden (mit so gut gefüllten Bäuchen muss man einfach gut schlafen!)
  • schön, dass es auffallend und kommentierungswert ist, wenn es keinen Nachtisch gibt
  • keine Sorge: wir sind nicht hip auch wenn ein Blog für Wüstenverhältnisse in Afghanistan schon eine total tolle Abwechslung ist

Montag, 19. September 2011

Nischt los in Ambonnay..

So eine Wohnung hat ja auch ihre Vorteile: ich musste schon den zweiten Tag in Folge keine Kirchen anschauen - dafür haben wir endlos ausgeschlafen (fast wie zu Hause, nur dass hier keine Brötchen vor der Tür hängen) und den Tag mit Karten spielen verbracht.


Ich weiß zwar nicht, was Aligoté ist,
 aber ich mag´s bestimmt.
Oder lieber doch ein Birnchen?
Dazu immer mal wieder lecker Essen: der hiesige Carrefour bietet alles, damit man sich auch zu Hause nicht aufs Abnehmen spezialisieren sollte.
Und ab 17.00 Uhr darf dann auch der aus dem Burgund importierte Wein genossen werden.


Ach ja, die Wäsche war auch mal dran

Also, DU kannst auch MAL die Wäsche aufhängen!
Vorhersage für morgen: ähnlich

Sonntag, 18. September 2011

Im Dörfli

Gestern sind wir im Dörfli angekommen.


notre Dörfli en Champagne

unser Champagneranbauer
Das Dörfli liegt in der Champagne, mittendrin im Land und in den Weinbergen.
Natürlich ist unser Vermieter Champagneranbauer und wir wohnen über den Weintanks, Fässer werden ja kaum noch gebraucht. Gestern hat es ganz wahrhaftig nach Wein geduftet.

"Der Landwirtschaftskammer des Départements liegt daran, den Aufenthalt des Städters und die Beziehung zur Landbevölkerung zu verbessern."
Gestern wollten wir einem Exemplar der Landbevölkerung zuwinken, der saß aber nur gelangweilt am Brunnen und drehte sich eine Kippe, anstatt wohlgemut Weintrauben zu zerstampfen.

Mittagspause
Darüberhinaus wurden wir darauf hingewiesen, das alle Geschäfte (derer drei!!), nämlich Bäcker, Metzgerei und schrägerweise Blumenladen (chez Capucine) montags geschlossen seien.

Ein kleiner Supermarkt befinde sich im Nebendorf, daß ein wenig größer sei, deshalb kein Dörfli mehr (nous sommes très petit), aber auch der hätte Mittagspause, wie auch der noch größere Supermarkt (Intermarché; Intermarkt? Hmmm, im Osten sind die verschwunden) im Großdorf nebenan. Nur in der großen Stadt über die Hügel hinweg (Épernay, 25.000 Franzosen) könne man dann noch einkaufen, aber auch nicht alles.  Wer also mittags Socken braucht, muß nach Paris.

Impressionen vom Dörfli

die Huberts:der klein Francois
und der große Charles



Mairie, hintenrum die Post
 
von Dörflis umzingelt



zur Verkostung bitte klingeln

der Bus, der niemals kam

es herbstelt

Nebendörflikirchturm am Horizont
alter Wein
neuer Wein

Samstag, 17. September 2011

Dickis Nachtrag zum 16.09.

Fachwerkhäuser in Troyes: bunt...
Nachdem sich Christoph gestern so ausgiebig über das Essen ausgelassen hat (zumindest über das von ihm genossene), möchte ich doch einen klitzekleinen Nachtrag zum gestrigen Blog schreiben - nicht, daß der Eindruck ensteht, ich hätte mich an den kulinarischen Genüssen der Andouillette beteiligt (wo ich doch schon keine Blutwurst esse.)

... und schief.

Also eigentlich stand der gestrige Tag unter dem Motto "alte Fachwerkhäuschen in Troyes




...und manchmal etwas baufällig




selbstverständlich mit dem obligaten Besuch der hiesigen Kathedrale (da komme ich wohl nie drum herum und gleichzeitig lerne ich so ganz nebenbei die fliessenden Übergänge der Romanik zur Gothik - ich gebe ja zu, daß ich in der Schulzeit sehr wenig aufgepasst habe, ich musste mir ja die Füße wund tanzen...)


da sieht man doch
den Unterschied, oder...!?
Und in der Basilika St. Urban gab es die ersten Chorfenster zu sehen - wie ein Bilderbuch! Und selbstverständlich ein leuchtendes Zeichen, dass die Romanik sich an die Gothik verabschiedet hatte ....
Das frustierende daran: Christoph braucht für soetwas nicht mal den Reiseführer zu Rate ziehen.

Naja , ich wollte dann meine Fähigkeiten beim Besuch der Outlet-Mall unter Beweis stellen: Shoppen - da macht mir so leicht niemand etwas vor!

shop till you drop - wishful thinking
Weit gefehlt: Ralph Lauren hatte die Größe 48 nicht mehr vorrätig (was zeigt, daß ich genau den Standardmaßen des gemeinen Franzosen entspreche), Calvin Klein und Levis waren teuerer als in New York und für Timberland bin ich nun wirklich zu unsportlich...!
Und da Christoph in Bezug auf Kleidung - und vor allem auf Schuhe - nicht so anspruchsvoll ist (für ihn müssen Schuhe doch wirklich wasserfest und funktional sein - bei Gucci und Prada gibt es solche Attribute an Schuhe erst gar nicht!) hat er dann auch noch den einzigen Kauf im Outlet gemacht. Das ist nicht gerecht!!!!!

Aber, da es ja eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt, hat er sich abends die gestern so ausführlich beschriebene Andouillette bestellt, bei der mir alleine vom Anblick und später dann beim Geruch alles verging. Ich habe mich da lieber an den zum Essen gereichten Champagner gütlich getan - und mir ging es danach wunderbar (im Gegensatz zu dem einzelnen Herren, der nach dem Genuß der besagten Wurst etwas fahl aussah und erstmalig sehr still war)
Somit schließt sich der Kreis zum gestrigen Eintrag - es wäre doch schade gewesen, wenn der Aufenthalt in Troyes nur unter dem Motto nach Klo stinkende Wurst gestanden hätte....

Freitag, 16. September 2011

Es geht um die Wurst

Zwei Dinge kann ich ja gar nicht leiden, kulinarisch gesehen, und ich eß´ ja nun wirklich alles:



Nun hat sich heute ein drittes Ding dazugesellt, vor dem mich meine Freundin Rensch aus Schöneberg schon gewarnt hatte.
Sie kann sich an dieser Stelle ein dickes "Ich hab´s Dir ja gesagt!" gutschreiben.

Ich sag´  mal so: Wenn der Römer nahe an der Cloaca Maxima gewohnt hat, dann hat er ein gewisses Aroma nicht ignorieren können. So isses auch hiermit:

Das ist die burgundische Andouillette.
Was heißt wie die entzückende kleine Tochter der Lieblingscousine aus Paris ist eine Innereienwurst der hinterhältigen Sorte. Eigentlich sieht sie ganz harmlos aus und eigentlich ist Leberwurst ja auch von Innen, von Blutwurst mal ganz zu schweigen.
Hat man sie vor sich, ist sie ganz kross gegrillt und appetitlich anzuschauen, nur leider wird der ganze erste Eindruck zunichte gemacht, sobald man reinsticht. Ich hab gedacht, ich sitz´ im Dachsbau, oder was, mit verdauungsgestörtem Dachs.
Gott sei Dank gab´s Senf und so hab ich die tolle Wurst unter Senf bestattet. Die Hälfte ging, dann war´s wirklich aus.
Die Dame am Nebentisch (angelsächsisch) sah sich immer so komisch in unsere Richtung um. Die dachte wohl, ein gewisser jemand hätte gepupst. Nene, die essen hier sowas.
Lustigerweise fragte der Kellner, ob wir denn gute und einfache Restaurants in Berlin wüßten, er sei am nächsten Wochenende zum Marathon da. Wir haben ihn zu Curry 36 geschickt. Da kann er dann mal sehen....


Auxerre - Fontenay - Troyes

Gestern haben wir Burgund verlassen und uns auf den Weg in die Champagne gemacht. Zuvor mußte sich Dicki allerdings noch kulturhistorisches gefallen lassen, nämlich die Altstadt von Auxerre

Und noch ein Stadttor!
und die Abtei von Fontenay. Auch hier war die Fahrt durch die schöne Landschaft ebenso interessant wie die Ziele selbst.

Fontenay: außen
recht verschwenderisch...
...und innen ganz
spartanisch (wie bei uns daheim)















Die Mönche leben in Askese und die
Tauben haben ihren eigenen Turm
 - ist das gerecht?
Troyes ist unser erstes Ziel in der Champagne und schon hat sich unser Alkoholkonsum modifiziert, wollen wir doch vom doofen Burgunderwein nichts mehr wissen, sonder kippen nur noch Schampüs. Gestern Abend hat uns ein entzückender junger Mann im Restaurand darauf hingewiesen, daß man hier auch zu Leberwurst und Kalbssülze durchaus Champagner trinken kann.
"Also Weißwein bieten wir hier nicht an, den müssen wir importieren." (will sagen, aus dem Süden, also Südfrankreich, Burgund und so.....!)

Und Brigitte (die Fassbaender) singt - Dicki darf ja nicht:
http://www.youtube.com/watch?v=45-TXTYUEIA