Wir sind ja weiter mit dem Rad durch Kyoto unterwegs. Leider sind unsere Räder eher technisch unterentwickelt: keine Gangschaltung, das Licht geht nur vorne … - hätte ich mal den Cowboy mitgenommen!
Aber so kommt man etwas schneller als zu Fuß durch die Gegend, wenn es denn keine Steigung gibt - da schiebt man gerne mal den Drahtesel.
Unser gestriger Weg führte uns erst an einer der belebten Einkaufsstraßen von Kyoto vorbei. Da gibt es schicke Lädchen und mein Shoppingherz hüpfte schon aufgeregt.
Aber: wo lässt man sein Fahrrad beim Besichtigen der Boutiquen?
Einfach vors Schaufenster abstellen? Auf keinen Fall! Hier in Japan gibt es Regeln - vor allem fürs Parken. Also muss man nach einem Fahrrad-Parkplatz Ausschau halten und hoffen, dass es noch ein freies Plätzchen gibt. Und dann muss man auch noch verstehen, wie man das Rad anschließt, wie lange man parken darf und wie man die Wegfahrsperre wieder entriegeln kann.
Ich habe aufs Shopping (vorerst) verzichtet!
Wir sind dann den Pfad des Philosophen entlang geradelt - normalerweise pilgert man hier wie auf dem Jakobsweg. Aber mit dem Rad geht es auch.
Als erstes geht es zum Silbernen Pavillon, der Altersvilla von nem Shogun.
Bekannt wurde das Ding für die angewandte Higashiyama-Kultur , die im Gegensatz zu der älteren Kitayama-Kultur auch den Garten mit einbezieht.
Also nicht dass ich die Unterschiede noch erklären könnte - ich bin ja schon froh, wenn ich Barock von Renaissance unterscheiden kann.
Danach geht es weiter auf dem Pfad des Philosophen zum Enkō-ji Tempel. Da ist niemand anderes und wir sind ganz alleine im Zen-Garten.
Es gibt eine große Veranda, auf der man sitzen und dem Moos beim Wachsen zusehen kann.
Zur Blüte im Frühling und zur Laubverfärbung im Herbst sitzen hier alle und es ist gerappelt voll auf der Terrasse, auf der wir gerade glücklich alleine sitzen.
Im Moment ist noch alles grau in beige, aber der Brunnen plätschert und der Kies ist ordentlich geharkt.














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