Mittwoch, 29. März 2023
Dienstag, 28. März 2023
Potpourri
Letzte Tage in Tokio.
14 Grad und Nieselregen sind ja genau meins. Keine Schweißgefahr und schön frisches Ambiente.
In der Suppenküche gab‘s heute Lätzchen. Das ist auch besser so, dunkle Dashi geht nie raus.
Fast wie auf der Friedrichstraße.
Wir waren ja neulich schon einmal im Ueno-Park. Jetzt blüht alles und man muss die Gehrichtung einhalten.
Damit man auch wirklich niemanden akustisch belästigt, gibt es auf diesem stillen Örtchen den Privacy Schalter. Es erschallt dann Vogelgezwitscher, manchmal auch Wasserfallrauschen.
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| Es ist ihm peinlich, mit dem Plastiktütchen vom 100-¥-Shop gesehen zu werden |
Sonntag, 26. März 2023
Ryoan-ji
Um zum zen-igsten aller Zen-Tempel zu kommen, kann man mit der mauvefarbenen Bimmelbahn fahren. Das ist ganz entzückend und freut das Herz des Kindes im Manne.
Man kann aber auch mit der stylishsten S-Bahn im Kaiserreich fahren. Die Kintetsu-Line bietet für 280¥ zwischen Arashiyama und Katsura dreierlei Sitzmöglichkeiten an. Wir sind begeistert und fühlen uns underdressed.
Im Tempel lädt der Steingarten aus dem 15. Jahrhundert im Kare-san-sui-Stil zur Betrachtung ein. Wenn man möchte, kann man zu sich finden oder in sich ruhen oder so.
Man kann auch alle anderen bei der Betrachtung betrachten, zum Beispiel polnische Rentner.
Samstag, 25. März 2023
Schon wieder Onsen
Unseren privaten Onsen im Hotel benutzen wir ja ganz fleißig: erst waschen, dann duschen, dann baden - alles auf winzigem Raum. Hier sind wir bereits Profis geworden.
Gestern Abend haben wir uns dann mal einen richtigen Onsen gegönnt: das öffentliche Wasch- und Badehaus.
Am allerwichtigsten: auf keinen Fall etwas falsch machen!! Sonst verliert man das Gesicht und der Japaner erstarrt.
Aber die Regeln für den Onsen sind ja veröffentlicht: überall stehen große Schilder auf denen steht, was man darf und vor allem was man nicht darf. Blöd nur, dass das nur auf japanisch erklärt wird.
Also schaut man scheu was die anderen machen und macht es nach.
Ausziehen, Sachen in den Spind und dann mit dem kleinen (auf keinen Fall mit dem großen) Handtuch zu den Waschgelegenheiten begeben. Dort ist es wie in unserem Hotelonsen: nackig auf den Plastikstuhl setzen, einseifen, abduschen …. Mindestens dreimal wiederholen. Sauber!
Jetzt darf man in die Planschbecken, die eine Temperatur von mindestens 45 Grad haben. Dort sitzt man mit dem kleinen Läppchen auf dem Kopf (das soll wohl die Überhitzung des Gehirns vermeiden) und schwitzt - wie alle anderen.
Draußen gibt es noch ein weiteres Becken - genau so heiß aber mit Blick auf die Kirschblüten und den Himmel… da schweben dann auch gleich noch ein paar Vögelchen vorbei. Alles fürs Om!
Eine Sauna gibt es auch noch, aber mir ist schon heiß genug.
Wenn man fertig mit Schwitzen in den Becken ist, geht man sich wieder waschen: rauf aufs Höckerchen, einseifen, abwaschen - wiederholen!
Jetzt schlurft man zurück zum Spind und darf endlich auch das große Handtuch zum Abtrocknen benutzen.
Anziehen und fertig! Herrlich!!
Und damit es keine Nachfragen hinsichtlich der Indiskretion dieser Bilder gibt: natürlich darf man drinnen nicht fotografieren. Deshalb habe ich auf Veröffentlichungen aus dem Netz zurückgegriffen.
Donnerstag, 23. März 2023
Himeji
Von allen japanischen Burgen ist die in Himeji die schönste und größte. Sagen alle und stimmt auch.
Terrasse und Torii
Nach einigem Bergaufgeradel besuchen wir Kiyomizu-dera und wie immer sind alle anderen auch schon da. Wichtigkeit besteht aufgrund der Terrasse mit Aussicht und dem Wasserfall, an den man sich reinwaschen kann. Nicht nur sauber, sondern rein!
Bergab geht‘s dann einfacher Richtung Fushimi Inari-Taisha. Vom Schrein aus kann man unter vielen Torii hindurch bis auf den Berg Inari aufsteigen und oben das Hauptheiligtum besuchen. Kann man machen, man kann aber auch auf halbem Weg die Aussicht genießen und sich dann gen Café nach unten begeben. Aus leidvoller Erfahrung kann ich berichten, dass die Aussicht weiter oben selten besser wird.




















































