Ich war gestern Abend noch ein wenig überwältigt: Urlaub in Deutschland und dann auch noch in Bayern...da konnte ich dem gestrigen Besuch im Dom gar nicht richtig gerecht werden.
Also, der St. Stephans Dom in Passau hat natürlich mehr als nur eine große Orgel. Da gibt es nämlich furchtbar viel Stuck und noch mehr Barock - also alles recht üppig. Da ist es schon praktisch, dass das Orgelkonzert über eine Stunde geht: ausreichend Zeit, sich dem barocken Innenraum zu widmen und darüber nachzudenken, warum der hiesige Bischof seit seinem Amtsantritt für einen solchen Zulauf gesorgt hat....
die Dornenvögel lassen grüßen
Der neue Bischof hatte 300 Bewerbungen für eine Stelle als Haushaltshilfe....
Nach dem ersten kulturellen Hochgenuss gab es lecker Käsebrot, natürlich mit dem hiesigen Messwein.
Jaja, der Messwein. Der heißt ja nur so, weil er vom stiftseigenen Weinberg kommt. Was übrig bleibt, wird im Wirtshaus vertickt, da sind die katholischen nicht zimperlich.
Viel gelernt wurde heute beim Stadtrundgang. Die Passauer haben die größte Pfeife und Orgelgeräusch tönt durchs Heiliggeistloch in der Decke.
Viele rentnerbeige Rentner waren gestern beim Konzert und konnten coronabedingt nicht beieinander sitzen. Es war ganz schlimm.
Die arme Gisela musste allein auf einen Stuhl. Zwei hätten auch nicht draufgepasst. Giselas beste Freundin empörte sich, weil sie ja nichts sehen konnte, stand der Stuhl doch quer zum Chor. Dicki, sonst eher zurückhaltend: „Wat willse denn sehen, ist doch ein Konzert.“
Gisela schlief dann eh ein, bis es zum Finale wieder lauter wurde.





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