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Mittwoch, 6. März 2019

Schwein im Tempel




Wir wohnen in Taipeh strategisch günstig direkt hinter dem Tempel. Da kann man morgens vor dem Frühstück schon mal für gutes Wetter beten gehen oder abends noch mal eine Runde im Räucherstäbchen-Qualm drehen. 










Es ist ja gerade das Jahr des Schweins und aus diesem Grund steht am Eingang vom Longshan Temple das erste Exemplar aus Pappmaché – da stellen sich alle drunter und fangen schon mal an zu beten.






 

Den Tempel betritt man (natürlich!) durch das rechte Tor, das Drachentor und kommt zu einem Tisch, auf dem die Opfergaben stehen – dachten wir jedenfalls. 
Bislang kannte ich es in Asien so, dass der gläubige Buddhist ein paar Lebensmittel oder Blümchen in den Tempel bringt und diese dort als Opfergabe für die jeweilige Gottheit belässt. Hier ist das anders: man stellt die Tüte Reis, die Cracker, Orchideen oder auch die Flasche Wein auf den Tisch und geht beten. Währenddessen werden die abgestellten Dinge durch wundersame Weise gesegnet (oder was auch immer) – jedenfalls nimmt man nach dem Bet-Rundgang den Jutesack raus, steckt alles mitgebrachte wieder ein und geht nach Hause – abends hat man dann im wahrsten Sinne eine gesegnete Mahlzeit. 


Gottheiten stehen natürlich auch überall rum. 
Da gibt es den Ehestifter-Gott, bei dem vor allem ganz junge oder eher ältliche Damen für den perfekten Gatten bitten. 
Gleich daneben steht Guan Gong, der Gott der Polizisten und der Diebe – wie praktisch, dass das ein und der selbe ist. Naja, meistens liegt zwischen diesen beiden Berufsgruppen ja auch nur ein schmaler Grad.






 


Drinnen gibt es natürlich auch noch ein paar Schweine. Das lustig auf einer Erdbeere tanzende fand ich am besten. 
Der junge Mann an der Hotelrezeption erklärte uns später, dass dieses Schwein wahrscheinlich von einem großindustriellen Erdbeerbauern gespendet wurde, damit die Ernte in diesem Jahr gut wird. 





Im Qingshan Tempel ein paar Meter weiter stehen eine Reihe von Göttern friedlich nebeneinander: die Höllengötter in schwarz , die Himmelsgötter in weiß. Was die unterschiedlichen Bartfarben zu bedeuten haben, haben wir nicht herausgefunden. 







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