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Freitag, 27. März 2015

Am letzten Tag...



...durfte Dicki doch nochmal in die Mall. Der Aufenthalt dortselbst war kürzer als die Fahrt hin und zurück.




Dafür hat er sich einen wunderhübschen Sonnenschirm für seinen nächsten Aufenthalt in den Tropen ausgesucht.















Außerdem durften wir uns über den Gebrauch der sanitären Anlagen belehren lassen. Man kann ja nie wissen, auf welche Ideen der Mitmensch so kommt.













Aber auch ansonsten ist ja hier allerhand verboten.















Wir verabschieden uns aus Indonesien und wünschen allseits Frohe Ostern.


Montag, 23. März 2015

Montagmorgen - wie schrecklich....

Wir haben heute morgen sehr an Euch alle gedacht: Montagmorgen, die neue Woche beginnt, das Wetter in Deutschland ist mit 5 Grad und Bewölkung nicht wirklich der Hit und die Arbeit ruft!


Bei uns hat heute morgen nur der Strand gerufen: erst zu einem gemütlichen Frühstück (furchtbar, wenn einem schon morgens der warme feine Sand zwischen den Zehen kitzelt und nur die leichte Brandung das Zwitschern der Vögelein untermalt) und dann zum Schnorcheln in unserem Hausriff, das direkt beginnt, wenn man sich von seiner Liege ins Wasser plumpsen lässt.
So ein Montagmorgen ist wirklich furchtbar....!


Samstag, 21. März 2015

Prost Neujahr!

Salamat Hari Raya Nyepi Tahun Baru Saka 1937 - Heisst frohes neues Jahr auf balinesisch.

zwar schon älter, gilt aber noch

Wir hatten es ja nicht geglaubt, aber heute durften wir unseren Bungalow nicht verlassen und als ich um 18.00 Uhr das Licht auf der Terrasse anmachen wollte, kam gleich jemand und wies mich zurecht: Kein Licht, es ist doch Nyepi!

Somit wurde der Tag also mit Meditation und Yoga verbracht -  alle Geister sollten vertrieben worden sein und heute hat ganz bestimmt niemand die Insel betreten: die bösen Geister haben Bali nicht erkannt und der Flughafen war den ganzen Tag zu. 

auch die diesjährige Nyapi-Polizei wünscht alles Gute


und 1937 nicht vergessen: anschnallen! Auch wenn man nur zu Krisna fährt, oleh-oleh holen.




Tawur Kesanga...

...wird während des Neumonds im neunten Monat des Caka-Kalenders gefeiert. Dann ist auch gleich Frühlings-Äquinoktium, gell. Und am nächsten Tag ist Neujahr. Also war gestern quasi Silvester.
Die Insel und alle Haushalte werden rituell gereinigt, indem man mit Riesenräucherstäbchen und Rasseln durch die Immobilie zieht und die bösen Geister vertreibt. Außerdem werden im Eingang Opfergaben deponiert, man kann ja nie wissen.






In den Tempeln werden noch ein paar Schreine gereinigt (s. Melasti) und wo dies schon geschehen ist, werden illegale Hahnenkämpfe veranstaltet.







da lebt er noch 

Wir sind da so reingeraten, ich dachte, es sei was Religiöses.
Den Hähnen werden Klingen an den Beinen befestigt und einer verliert. Der wird dann gleich gerupft und die schönsten Federn werden als hübsches kleines Büschel verkauft, mit dem man rituell sein Haus reinigen kann. Jeder Kampf dauert ca. 90 Sekunden und man sieht nur Federn.
gerupft


Ich: "Lebt der noch?"
Mann: "Nicht mehr lange."
Ich: "Was ist denn passiert?"
Mann: "Unentschieden."
Ich: "Was passiert jetzt?"
Mann: "Kommt in die Suppe."














Die Herren beim Hahnenkampf sind sehr freundlich aber eher wortkarg. Das ist bestimmt alles mafiös unterwandert.









Abends werden die Ogoh-Ogoh durch´s Dorf getragen, die die Jugend in den letzten Tagen gebastelt haben.
Als Repräsentation böser Dämonen werde sie später am Strand oder auf einem Friedhof verbrannt.
Hier eine kleine Auswahl:












Jahresabschluss-Regen




Habe schon ein gülden Kleidchen an und
warte auf die Sterntaler



Klein Dackelchen ist unglücklich

Donnerstag, 19. März 2015

Jahresendspurt/Melasti


Ja, es ist wahr, schon wieder geht ein Jahr zuende, diesmal ist es 1936 des balinesischen Mondkalenders. Die hinken ein wenig zurück weil sie später angefangen haben oder weil ein Mondmonat immer dreißig Tage hat, so ganz hab´ ich´s nicht verstanden.

erst werden alle Opfer an den Strand gebracht...

Jedenfalls müssen, bevor das neue Jahr beginnt, die Tempel ausgeräumt und die Gottheiten gereinigt werden. Das ganze Dorf fährt per Moped gen Meer, nur die Musikanten und die Gottheiten nicht, die werden im Laster gebracht. Wohnt man nahe am Wasser, trägt man gleich alles um die Ecke.
..., um dann die geweihten Kisten wieder mit nach Hause zu nehmen 









Am Strand angelangt stellt man die kleinen Schreine auf ein Gestell, legt die Opfergaben drumrum und die Zeremonie beginnt mit Aufsagen und Gamelanmusik. Blüten werden in´s Wasser gestreut.
niedliche Fische in Plastik



Fische für die lieben Kleinen werden gekauft und in´s Wasser und in die Freiheit entlassen. Leider handelt es sich oft um Süßwassergoldfischlein, die nicht allzu lange etwas haben von der Freiheit.

Die lieben Kleinen werfen die Plastiktüte gleich hinterher.
(Kleiner Müllexkurs: Wo Mensch ist, ist auch Müll.
Wir haben uns entschieden, das Müllproblem hier nicht toll zu finden, weisen aber darauf hin, daß Indonesien bestimmt kein Atommüllproblem bekommen wird. Alles furchtbar!)






Schwitzende weiße Menschen werden sehr freundlich angelächelt und zum Bleiben eingeladen. Leider war im Schatten kein Platz mehr. Außer Goldfischleinständen gibt´s auch noch Glücksspiel. Fanden wir eher überraschend. Die lieben Kleinen setzen 500 Rupiah auf Frosch oder Drache beim Würfeln und die Halbwüchsigen setzen 50.000 nebenan. Frauen spielen nicht, die sitzen hübsch im Schatten.




auf dem Laster zum Melasti
- aber brav nach Männern und Frauen getrennt 


Am Ende werden die kleinen Schreine mit Wasser besprenkelt und man fährt nach Hause. Die Zeremonie heißt Melasti und kann drei Tage dauern, weil es ja viele Dörfer gibt und irgendwie nicht genug Strand, so sind einige morgens dran und andere am Mittag. Unser freundlicher Hotelmanager meinte, man könne ruhig losfahren, irgendwo sei immer Melasti.




die Polizei bereitet sich schon mal aufs Neujahr vor
Eigentlich wollten wir bereits auf der Insel Lombok sein, aber wir haben wegen Melasti und der Feierlichkeiten zum neuen Jahr unsere Pläne geändert. Am Neujahrstag wird Bali komplett geschlossen sein. Niemand darf auf die Straße, der Flughafen wird geschlossen und die Fähren fahren nicht.
Früher hat man sogar den Strom abgestellt. Das ist wegen der Bierkühlung heute eher unpopulär. Es patrouilliert die Dorfpolizei und knastet auch Touristen ein, die einfach nur Nasi holen wollten.





demütig dem Schrein hinterher

gut gelaunt bei den Feierlichkeiten 

Und zum Schluß für unsere Freundin Bente, die bewundernswerterweise weiß, was ein NH90 ist:
Pepesan Ikan Laut: in Bananenbläter gegrillter Meerfisch.