Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.



Freitag, 30. März 2012

Schleudertrauma/Schweißausbruch

Ortszeit: 20:29
Wir dachten ja schon vor Stunden den letzten Eintrag verfaßt zu haben. Die entzückenden B&B-Damen riefen uns zeitig ein Taxi, das kam dann auch und nach einiger Fahrerei fuhr uns eine Tussi in den Kofferraum.

Da standen wir also, mitten auf der Avenida Eldorado, neben uns die Busspur und nach meiner Kollision mit dem Taxidach hatte ich nur die ohne uns abhebende liebe Lufthansa vor meinem geistigen Auge. (Das ist uns ja schonmal passiert, aber das paßt nicht hierher) Der arme Taxista tat mir leid: eine hysterische Auffahrerin und zwei eilige Gringos.
Ein freundliches Paar hielt dann doch und fuhr uns zum Terminal. Ich habe noch Devisen oder Dickis Dienstleistungen angeboten, beides wurde höflich aber bestimmt abgelehnt.
Beim Einchecken teilte uns dann eine entspannte FM (für Nichtflieger: Flight Manager) mit, daß wir heute die einzigen seien, die für sehr günstig mitfliegen würden.
Voller als voll kann man nicht fliegen. Morgen auch nicht. Übermorgen auch nicht. Jetzt sitzen wir in der Admiral´s Lounge der American Airlines und genießen einen Gin Tonic. Die Dame neben uns winkt skypend ihrem Computerbildschirm zu.
meine sicht der Dinge: wir sitzen gerade im Taxi und diskutieren über die Vor- und Nachteile von Fahrradwegen als plötzlich eine blöde und sehr stark geschminkte Tussi in den Kofferraum unseres Taxis fährt. Christoph entfährt ein hohes HUUUUUUUCH und er dotzt mit dem platten und kahlen Kopf an die Decke des Taxis. Ich bin ja so eingebaut im Taxi , dass ich mich gar nicht bewege - und am allerwichtigsten: die Frisur sitzt weiter - DreiWetterTaft und L´oreal sei Dank. 
Naja, dann laufen wir ein wenig über die Standspur: man sollte sich das so vorstellen: zwei Herren in schwarzer Bundfaltenhose und Sakko laufen auf der Seitenspur des Highways - gefolgt von ihren Koffern. 
Aber Gott sei dank haben sich ja zwei reizende Kolumbianer erbarmt und uns aufgegabelt.
Und jetzt sitzen wir in der Lounge und kippen Gin-Tonic.......mit Schleudertrauma und histrionischen Erlebnissen.

Donnerstag, 29. März 2012

Bogotá

Wann ist eigentlich der letzte Urlaubstag?
Am Tag der Abreise, wenn man mit packen beschäftigt ist (eigentlich ist nur Dicki mit packen beschäftigt. Das gibt ihm was zutun und ich kann schlecht gelaunt bemängeln, daß wieder viel zuviel mitgenommen wurde.) oder am Tag vor der Abreise, wenn man Pläne für den Abreisetag machen muß, denn schließlich ist noch Obst einzukaufen.
Unsere beiden B&B-Vermieterinnen waren darüber ganz erstaunt: "Ja gibt es bei Ihnen denn keine viererlei Ananassorten, eine süßer als die andere?"
Das haben die ganz genau gewußt, daß es sowas bei uns nicht gibt, außer für teuer Geld im KaDeWe.
Das ist die Rache für koloniale Ausbeute.

Gestern haben wir uns Bogotá angesehen, erstmal von oben.

Bald ist auch hier Ostern und das muß vorbereitet werden. Die Massen strömen dann auf den Hausberg, entweder mit Seilbahn oder devot zu Fuß. Wir haben uns für die Gondel entschieden. Que sorpresa!

Die Heiligen in froher
Erwartung auf Ostern
- noch warm in Plastik
eingepackt

Für die Pilgerfütterung werden schon jetzt Vorbereitungen getroffen. Reismaispampe wird mit Huhn und Megamöhre in Bananenblätter verpackt und dann zeit- und kundennah fertig gedämpft. Die Köchin war furchtbar nett und ich kann jetzt auch Reismaispampe. Dicki freut sich schon auf die Mittagessen der nahen Zukunft. Merken: beim Obstkauf Bananenblätter nicht vergessen!


lecker, lecker Tamales

Monster-Möhren

und damit die Pilger auch ihre Cola aufm Berg trinken können,
müssen die Mulis schleppen - und manchmal gibt es dann den Pferdestau

Unter dramatischen Wolken liegt die Stadt im weiten Tal und vom Verkehrsinfarkt bekommt man nichts mehr mit.

Dienstag, 27. März 2012

Plural...verwirrt

Im Urlaub im Ausland gehe ich gerne in den Supermarkt um zu sehen, was da so angeboten wird und wovon die Inländer so leben. Im tropischen Ausland eignet sich der Supermarktbesuch besonders zur Abkühlung, weil das Milcherzeugnisseregal meistens der einzige Ort ist, der einigermaßen kalt ist. Man kann im Kaltluftstrom stehen und nach draußen in die Hitze schauen.
Als ich also heute mit dem Rücken zum Käse in Richtung Haushaltswaren blickte, fiel mir Praktisches auf:


Ein Mop. Ist bei uns eher unpopulär.
Da frug ich mich, was denn der Plural von Mop wohl sein mag?


rerum cognoscere causas







Bilder

nachdem heute wieder nichts passiert ist, präsentieren wir eine bunte Mischung der Eindrücke unseres Südamerika-Trips.
Morgen geht es übrigens nach Bogota - zurück ins Grossstadtleben.


fast schon oben
 
zu müde zum Kartoffelverkauf

der Rucksack ist immer dabei


und nicht unter den Rock
 der Dame schauen!

bei uns teuer - hier Unkraut

Engel über der Stad
- wenn das nicht hilft...

hier ging es AUSSCHLIESSLICH
um die Waffe im Hosenbund...;-))

Romantik durfte auch nicht fehlen


 Sonnengott am Äquator
 
heiliger Fluss - heilige Brücke

hier stehen die Hunde auf den Klos



man achte auf das T-Shirt!

wollten wir kaufen



hier fühle ich mich wohl


 
Kaffeepflücken!


Engel hinter Gittern

Grossstadtfeeling

ich weiss alles -  nur nicht, wo wir sind







Fütterung der Schmetterlinge

Montag, 26. März 2012

La Milagrosa Gloria

Olle Gloria darf man natürlich auch nicht vergessen:

http://www.youtube.com/watch?v=msrTOkJbCpE

obwohl ja viele das Näschen rümpfen, von wegen Mainstream und so.  Der Hüftschwung hat ihr viel zu verdanken.
Bei diesem Video bin ich nicht sicher, ob es nicht vielleicht doch Ades Zabel verkleidet als Gloria ist. Wenn man mal genau hinschaut....die Berliner unter uns werden´s erkennen.

Sonntag, 25. März 2012

Nischt los im Paradies

unser Bettchen am Pool
Also in den letzten Wochen haben wir ja viel gesehen und erlebt.
Jetzt ist der Plan das genaue Gegenteil: Hier soll es um die abschliessende Erholungsphase gehen, damit wir fit und ausgeruht in den Job zurückkehren können.
Aus diesem Grund ist es prima, dass der Tagesablauf hier ruhig (monoton) und gleichmässig (ohne jegliche Abweichung vom Tag zuvor) ist - kurz gesagt: jedem anderen wäre hier langweilig.
Wir erfreuen uns eher daran, auch mal solche Tage zu verbringen.


Sonnenuntergang auf
 unserer Terrasse

Trotzdem gibt es doch etwas Bemerkenswertes: Die Damen - und damit meine ich nicht die Damen hier im Hotel sondern eigentlich die Damen generell in Kolumbien.
Die durchschnittliche Dame Kolumbiens lag zumindest mit ihren Brüsten schon ein mal auf dem OP-Tisch und somit muss sich die Industrie ebenfalls auf diesen Umstand einstellen: Alle Schaufensterpuppen für Damenmode sehen aus, als wären es aufgeblasene Gummipuppen und wir hatten anfangs erhebliche Befürchtungen, dass diese Puppen wie ein zu gut gefüllter Ballon platzen würden.

Weiterhin trägt die Dame Kolumbiens gerne hautenge Klamotten - sowohl die Hosen (bei uns noch als Leggins in - böser - Erinnerung) als auch die Oberteile. Bei den Oberteilen führt das dazu, dass wir jeden Tag darüber staunen, dass da nischt aus dem Ausschnitt hüpft (da stellt sich doch die Frage: mogeln die? und kleben die Damenoberbekleidung am Busen fest?)
Heute ritt zum Beispiel eine nicht mehr junge Dame auf einem rassigen Gaul im Galopp durch die Strassen von Santa Marta: ein wundervolles Tier - aber wir konnten uns gar nicht auf das hübsche Tier und den Reitstil der Dame konzentrieren, waren wir doch von dem Outfit - hautenge weisse Reiterhose, kniehohe Lederstiefel und ein noch engeres, sehr weit ausgeschnittenes Top - so abgelenkt.
Und das tolle daran: es blieb alles dort, wo es hingehörte - nur nicht die Blicke der umstehenden Herren.....also ich kann mir gut vorstellen, von was diese Herren heute Nacht träumen werden.
 
Ein weiteres Detail der kolumbianischen Dame: Gewicht spielt keine Rolle - denn egal wieviel Kilogramm auf die Waage gebracht werden, von den oben genannten Modeaspekten wird nie abgewichen: Leggins gibts in allen Grössen und Ausdehnungen und bauchfrei kann man auch noch tragen, wenn man durch diesen die eigenen Füsse nicht mehr erspähen kann.

Da stellen wir uns doch die Frage: muss das denn sein?

Worüber er sich so seine Gedanken macht! Ich eß´ lieber was.

Samstag, 24. März 2012

Buena Onda

Juan Luis ist ja nun auch schon deutlich über fuffzich:

http://www.youtube.com/watch?v=LofNeM3HcJ0

Ob alt, jung oder füllig, für eine schnelle Merengue ist immer Zeit. Das hebt die Laune und hält die Hüften geschmeidig.

Freitag, 23. März 2012

Auch Luxus birgt Gefahren

Gestern sind wir in ein Luxushotel eingezogen, nachdem wir bereits vorgestern in Santa Marta angekommen sind und in Santa Marta-downtown nur ein Zimmer gefunden haben, dessen Badezimmer Gegenstand des gestrigen Gewinnspiels war (und damit meine ich das Bild auf der linken Seite....)
Also das war so: Der Bus, der uns von Cartagena nach Santa Marta gebracht hat, hielt strategisch günstig vor einem Restaurante, wo wir uns erstmal stärken mußten, denn reisen ist anstrengend.
Kommen wir in einer fremden Stadt an und haben vorher nichts gebucht, so parke ich Dicki in einem Etablissement (ähnlich wie er mich auf dem Sofa in einem Schuhladen parkt, wenn er dringend neue Treter braucht, die er ja eigentlich nicht braucht, weil die, die er hat noch gut sind und eigentlich nur geputzt werden müßten, aber das paßt nicht hierher) und ich begebe mich auf die Suche nach Unterkunft.
Also biege ich vom Tisch aus rechts ab und  gehe ins erstbeste, was so auf dem Weg liegt, denn im Grunde sind die Herbergen hier sowieso alle gleich. Wär ich links abgebogen, hätten wir eine schönere Auswahl gehabt.
Sowas stellt man leider immer erst fest, wenn es zu spät ist.

Naja und da wir ja mittlerweile die Ansicht von Mo ausgiebig geteilt haben, dass nur ein aktiver Urlaub auch ein erholsamer ist - vielen Dank für die Erinnerung! - wollen wir doch die letzten Tage in Kolumbien nutzen, um auch noch dem Passivsein im Urlaub nachzukommen.
Und das klappt natürlich viel besser in einem schicken Hotel als in einer Absteige.

Aber dem Titel dieses Eintrages könnt Ihr entnehmen, dass auch Luxushotels ihr Tücken haben und gar nicht so ungefährlich sind: nach einem Strandspaziergang wollten wir gerade zurück in unser schönes Zimmer mit Ausblick.
Und da der beste Ausblick meistens im obersten Stock zu haben ist, liegt unser Zimmer selbstverständlich ganz oben in der 5. Etage.
Selbstverständlich.
Und faul wie wir ja gerne sind, haben wir den Aufzug genutzt.
Naja, eher nutzen wollen: denn zwischen dem 4. und 5. Stock blieben wir stecken.

Nun sind wir ja mittlerweile so einiges in diesem Land gewohnt und blieben erst einmal ganz ruhig stehen und warteten.
Als nach einigen Minuten allerdings so gar nichts passierte, drückte Christoph behutsam den Alarmknopf - Resultat: ein nicht wirklich angenehmes Klingelgeräusch, von dem man annehmen sollte, dass neben der Belegschaft zumindest grosse Teile der Gäste unruhig nach der Herkunft dieses sirenenartigen Geklingels fahnden würden.
Nicht so in Kolumbien - es passierte weiterhin nischt, was mich dazu motivierte , den besagten Klingelknopf laaaaaaange und ausssssssgiebig gedrückt zu halten.

Also schlecht ging es uns zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich: weder leiden wir unter klaustrophopischen Attacken noch waren wir dem Hungertod nahe (da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, immer alles aufzuessen, damit man in Notfällen - wie z.B. beim Steckenbleiben im Aufzug - auch genug zum Zusetzen hat!)

nachgestelltes Bildmaterial
- der Schock ist aber noch deutlich sichtbar
Somit haben wir es uns auf dem Boden der Aufzugkabine gemütlich gemacht, zu lesen haben wir ja immer was dabei und weiter gewartet. Ab und an haben wir mal wieder geläutet.
Als unser Glockengeheul lästig wurde (ich nehme allerdings viel mehr an, dass andere faule Gäste einfach nicht länger auf den einzigen Lift warten wollten und somit Druck von unten machten) ertönte plötzlich das Stimmchen eines Kolumbianers, der uns mitteilte, dass wir uns keine Sorgen machen müssten. Der Aufzug bleibt hier regelmässig stecken! Na das ist doch beruhigend.....
Und dann dauerte es auch nicht mehr lange, und wir wurden mittels händischer Kurbelkraft in den fünften Stock gezogen.

Seid dem Laufen wir brav die Treppen - aber wie ich uns kenne, hält dieser Schockzustand nicht lange an und wir geben dem Lift eine weitere Chance.
Was lernen wir? Man soll immer hübsch sein Tellerchen leeressen und im Lift sitzen macht schlanke Beine.

Donnerstag, 22. März 2012

All you need is:

Finde die 5 Unterschiede in den beiden Bildern....

....und gewinne den nächsten Urlaub mit uns (selbstverständlich in dem Badezimmer No.1).
Lösungen bitte über die Kommentarfunktion in unserem Blog - Einsendeschluss : Bald!!!


Ein Tipp: Man bekommt das, wofür man bezahlt hat. 30.000 oder 300.000 Pesos.

Montag, 19. März 2012

Am Meer

Gestern hatten wir die Wahl, entweder mindestens 15 Stunden im Bus zu sitzen oder schnell mal 45 Minuten zu fliegen.
Ich habe die Umwelt zwar ganz doll lieb aber es gibt auch Grenzen. Also haben wir uns die nochmalige Überquerung diverser Hügelketten auf kurvigen Pisten gespart und sind mit einer französischen Rentnerreisegruppe geflogen.

An der Flugzeugtür in Cartagena de Indias empfing uns die Karibik in Form heißer Luft.
Das hat sofort unser Ich-liege-in-einer-Hängematte-mit-einem-Mojito-in-der-Hand Feeling wachgerufen. Leider hat es auch unser Ich-stehe-am-Gepäckband-mein-Koffer-kommt-zun-Schluß-und-ich-schwitze Feeling wachgerufen.
Aber auch daran gewöhnt man sich, am besten mit einem Eis in der Hand und langsamem Geschlurfe über´s koloniale Pflaster. Abends dann er echte Mojito auf der Stadtmauer mit Blick.


Ausserdem ist Cartagena sooooo schön und ich bin mir noch nicht sicher, wie weit die Stadt auf meiner Top-Ten-Lieblingsorte-Liste nach oben rutschen wird.
Unter die ersten fünf hat Cartagena es auf jeden Fall ganz spontan geschafft.

Hinzu kommt der wunderbare Luxus von durchgehend warmem Wasser der Dusche, ein Zimmer mit Athmo - und damit meine ich nicht den dumpfen Charme einer weiteren Absteige - und ein ausreichend breites Bettchen - von der Klobrille ganz zu schweigen
 .
Jetzt sitzen wir auf der kolonialen Couch, schlürfen an unserem Morgenkaffee und versuchen den Schwitz zu ignorieren.

Daraus wird aber nichts, denn gleich geht es zum Kirchen-Mussen-und-Architektur-Seightseeing.
Aber das ist nicht so schlimm, denn auf dem Weg gibt es genügend Lädchen zum Shoppen - so ist für jeden was dabei. Hurraa!!



Sonntag, 18. März 2012

Medellin

Medellin ist ja ein Smogloch - obwohl heute zwar ordentlich der Wind durch das Tal blies, hängt hier immer der Dunst über der Stadt.


Trotzdem haben wir heute einen wunderbaren Tag ganz nach unserem Geschmack verbracht: wir waren im Botanischen Garten, haben den Blümelein beim Wachsen zugesehen und den Schmetterlingen beim Flattern.



So ein Tag im Grünen kann ja so entspannend sein. - Oh je, ich glaube, wir werden mittlerweile so richtig alt (und spiessig..?): Wandern in den Bergen, Botanischer Garten und Hemden in rentnerbeige.....wo soll das nur hinführen? Im Herbst machen wir wahrscheinlich Urlaub in der Uckermark.

Und nachdem wir dann doch noch ein wenig von der Stadt angeschaut haben und bei den Reichen auf dem Hügel waren, mussten wir uns zum Sonnenuntergang belohnen: da sind wir dann nochmal mit der Gondel den Berg rauf und runter gefahren.

Abendessen gab es dann wieder auf der Strasse - diesmal beim Stand neben dem Stand von gestern - die hübsche Bedienung vom Nebenstand hat uns auch ganz böse angeschaut (wahrscheinlich dachte sie, dass die Gringos schon merken würden, was ihnen bei ihr entgeht) Dafür gab es heute lecker Rippchen und eine weitere Form der Arepa - also ich finde die ja zu trocken, Christoph mampft die aber ganz genüsslich mit ordentlich Käse.

Alle anderen im Hotel machen sich jetzt fertig für die Nacht in der Diskotheka und fürs Salsatanzen - wir sind (wie immer) faul und liegen voll gefressen auf dem Bett - eine Schande!


Samstag, 17. März 2012

Wir sind nicht -mehr- allein!

Wir haben heute Touristen gesehen. Nachdem  wir jetzt schon zwei Wochen ohne jeglichen Kontakt zu anderen Touristen waren, hat uns die Zivilisation jetzt wieder und wir müssen uns daran gewöhnen, andere Touris um uns rum zu haben.

Nach gestriger Fahrt durch noch mehr grünes Hochland mit großartigen Aussichten auf die Täler der Anden sind wir nach sieben Stunden im Bus in Medellin angekommen.
Nein, hier wird einem nicht an jeder Straßenecke Koks angeboten und die Chance erschossen zu werden, ist minimal.
Eher raubt einem der Smog den Atem oder ein Taxi das Leben, ganz normaler Großstadtwahnsinn.

Das Zentrum liegt im Tal, auf der einen Seite am Berg wohnen die Reichen in Hochhäusern und auf der anderen Seite die Armen in nicht so hohen Häusern.



Auf die arme Seite kann man mit Seilbahnen fahren, was einem dann einen schönen Blick beschert und alles hübsch mit U-Bahnanschluß.
In den Gondeln lernt man dann noch Leute kennen, bekommt vom Kindchen Spielzeugautos gezeigt oder erfährt den kürzesten Weg zum Frauenknast. Und Dicki entwickelt ungeahnte Fähigkeiten im Umgang mit den Kindelein: plötzlich gibt es keine Sprachbarrieren mehr und mit einem strahlen in den Augen kümmert er sich um das Wohl der Kleinen. Gute Nachrichten für alle Kollegen der Beliner Bank: Der Chef bleibt hier, eröffnet einen Kindergarten und macht Quatsch auf geistig niedrigem Niveau! Aber ich sage immer wieder: nein, Du darfst Dir keins mit nach Hause nehmen!

Berührungsängste gibt´s hier wenige und wer als Gringo bleich und hilflos an der Ecke steht und auf grün wartet, dem wird geholfen.