ändere ich ab sofort meine Schreibfarbe.....rot ist so schwer zu lesen.
Ich versuche es mal mit gold - passt sowieso viel besser zu mir.
Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.
Montag, 10. September 2012
Sonntag, 9. September 2012
Und schon wieder ein Fest
Heute morgen ging es nach den festlichen Aktivitäten des gestrigen Abends ins Baskenland. Ich hatte mich so auf Ruhe und Beschaulichkeit in San Sebastian gefreut.
Daraus wurde allerdings nischt: der Weg von Pamplona nach San Sebastian führt von der Provinz Navarra ins Baskenland - und da spricht man nicht nur baskisch sondern alle Strassenschilder sind auch auf baskisch.
Ist ja nicht weiter schlimm - jedenfalls nicht für mich - aber unser kleines Sprachgenie kann plötzlich nichts mehr lesen und versteht die Leute nicht mehr!
Super, da wurde sofort online nach dem nächsten Sprachanbieter für Baskisch-Kurse gesucht, der auch noch staatlich anerkannt ist, damit der sowieso schon so wenige Urlaub nicht auch noch dafür drauf geht.
Ich darf nicht Trommeln und Flöten lernen, aber Christoph will nen Monat eine Zsch-Laute-Sprache am Meer erlernen!
Und kaum sind wir in San Sebastian angekommen, stellen wir fest, dass es schon wieder eine ganztägige Party in der Stadt gibt - ich habe ja die Ahnung, dass die das nur machen, um uns zu imponieren!
Diesmal ist man nicht verkleidet sondern fährt Bötchen.
| Freudentaumel auf dem Wasser - man kann die Sieger nur im Nebel der Böller erahnen |
Hat man sich in einem Vorlauf für sein Dörfchen qualifiziert , so durfte man heute mit den Besten der Besten in die Bucht von San Sebastian paddeln (das haben wir leider verpasst), dafür waren wir dann dabei, als die Sieger zurück an Land kamen.
Die ganze Stadt nutzt auch dieses Ereignis zum kollegialen Besäufnis und ist mal wieder ganz aus dem Häuschen.
Da wird schon mal das Kindelein in einer Kiste, die sonst für den frisch gefangenen Fisch dient, zwischen geparkt.
Wer gerade nicht mit Feiern beschäftigt ist, nutzt den Strand direkt vor der Haustür zum Flanieren
oder liegt mit Blick auf das Casino in der Sonne (träumend vom ganz grossen Gewinn)
| der letzte Schrei: Strähnchen und Pünktchen |
Die Schwestern mit den Pünktchen-Kleidern (und offensichtlich dem gleichen Friseur, der wohl eine sehr groß Freude an mehrfarbigen Haaren hat) kümmern sich derweil um das leibliche Wohl der Gewinner und basteln Fladen aus irgendeinem Teig.
Ich habe zwei Wochen Bildungsurlaubsanspruch:
Bi aste azterketa baja erreklamazioa daukat
Google sei Dank.
Eskerik asko Google.
Wir grüßen....
unsere Freundin Rini, die es trotz Streiks mit einer Boeing der Deutschen Lufthansa nach New York geschafft hat. Wir stellen uns vor: verheulte Mutter, zwei brüllende Kinder und ein Ehemann, der sich schonmal in die Flughafenbar verzogen hat.
Always happy landings!
Zorionak, Marina, maite dugu!
Always happy landings!
Zorionak, Marina, maite dugu!
Wußten Sie schon...
daß Pamplona im Jahre 1423 eine Verbandsgemeinde wurde? Vorher hatten sich drei Stadtteile ständig in der Wolle, wegen Steuern und so oder weil man fand, der Nachbar hätte die schöneren Mädchen. Wär uns ja egal gewesen. Jedenfalls wurde gestern gefeiert und wir mittemang.

| großkopfig |
Man trägt Figuren durch die Stadt, große und kleine und haut mit kleinen Schaumstoffbällen an einer Leine kleinen Kindern auf den Kopf. Ein Paradies!
| kleinkopfig |
Zwischendrin wird getanzt und musiziert.
Man beachte: linkshändig flöten und rechtshändig trommeln! Da war ganz schön Stimmung.
Nebenbei wird für die baskische Sache gekocht.
| Hühnerschenkelpfanne für politische Gefangene |
Natürlich kommen auch wir nicht zu kurz.
Ei im Schlafrock, Traubenmost á la Martini, Minifische und Sardelle auf Thunfischhack. Das vierte habe ich vergessen.
| Mahlzeit! |
Also ich hatte das in Pamplona ja ein wenig anders verstanden: Stadtfest - aus welchem Grund auch immer. Egal warum, es wird getanzt, gefressen und gesoffen und da sonst die Spanier ja nicht mehr viel zu lachen haben (die Krise....) werden lustige Spielchen in Form von Verkleiden veranstaltet.
Ist also auch nicht viel anders als aufm Gauklerfest oder so - nur da gibt es keine Hühnerschenkelpfanne sondern leckere Asiatische Reispfanne mit ordentlich Monosodiumglutamat. Verkleiden tut man sich da auch - nur das mit dem legalen Verhauen der Kinder klappt da noch nicht so ganz.
Und als ich merkte, dass Christoph ganz angetan von den musikalischen Künsten des Jüngelchens (Flöte und Trommel gleichzeitig spielen) dachte ich mir, dass ich ihm doch mal ne Freude mache und den nächsten Bildungsurlaub in Pamplona beantrage: baskisches Trommeln (auf einer Blechtrommel) und fröhliches Flötespielen.
Das mit dem Trommeln kann ich leider den Nachbarn in der Markelstr. nicht antun und an das Flötespielen habe ich noch alptraumhafte Erinnerungen an meine Schulzeit: da hat mich meine Mutter immer zum Flötespielen in den Keller geschickt.....
Einzig beim Essen sind wir uns wieder einig: lecker. Und so praktisch: ist das Weinfass erst einmal leer getrunken, hat man gleich einen stilvollen Tisch zum Essen
Freitag, 7. September 2012
Yesa/Navarra
Gestern Abend war ich ganz stolz auf Dicki. In Zaragoza geht man abends schön aus, stellt sich vor den Tapasbars an ein Faß und bestellt sich lecker Weißwein und ein Allerlei dazu. So schiebt man sich von Bar zu Bar, bis man satt ist oder breit, je nachdem, was zuerst passiert. Weil ich ja flüssig des Spanischen mächtig bin und mit Weinkonsum immer besser werde, suche ich meistens das Essen aus. Gestern habe ich zuerst ausgesucht und dann gefragt, ob´s recht ist. Ein grober Fehler, in jeder Beziehung.
"Was gibt´s?"
"Willste erst wissen oder erst probieren?"
"Hmmm...weißnich"
Kutteln schmecken ganz lecker, wenn sie ausgebacken werden (unsere schwäbischen Freunde mögen uns verzeihen) und Dicki eigentlich nicht weiß, was er da ißt. Blutwurst ging auch. Daheim wäre sowas undenkbar aber wir sind ja im Urlaub.
Jetzt ist Abend und wir hängen in Yesa, kurz vor Pamplona nach einem Tag voller Romanik und Geistlichkeit.
Wir haben die Burg von Loarre besucht, eine hübsche Ruine mit Blick.
Die Landschaft ist nicht mehr ganz so trocken, es gibt sogar Wald und Aussicht auf die Südhänge der Pyrenäen.
In die Felsen haben die fleißigen Mönche kleine Klöster gebaut. Manche stehen noch.
Und zum Schluß ein Bilderrätsel:
"Was gibt´s?"
"Willste erst wissen oder erst probieren?"
"Hmmm...weißnich"
Kutteln schmecken ganz lecker, wenn sie ausgebacken werden (unsere schwäbischen Freunde mögen uns verzeihen) und Dicki eigentlich nicht weiß, was er da ißt. Blutwurst ging auch. Daheim wäre sowas undenkbar aber wir sind ja im Urlaub.
Jetzt ist Abend und wir hängen in Yesa, kurz vor Pamplona nach einem Tag voller Romanik und Geistlichkeit.
Wir haben die Burg von Loarre besucht, eine hübsche Ruine mit Blick.
| Zimmer ohne Aussicht |
| Dicki in freier Natur, farbkoordiniert |
In die Felsen haben die fleißigen Mönche kleine Klöster gebaut. Manche stehen noch.
Schöne Details gibt´s auch:
| gotisches Engelchen |
Und zum Schluß ein Bilderrätsel:
| Pudel verboten? |
| ? |
Donnerstag, 6. September 2012
Gott sei Dank haben wir einen Eiskratzer
Heute haben wir unseren Trip durch Nordspanien begonnen und da ich nicht soooo gerne Eisenbahn fahre, gab es bei SIXT ein Auto.
Toll ist ja, dass es überall doofe Menschen gibt: Der alte Mann, der vor uns ein Auto angemietet hat, brachte die furchtbar nette - und soooo geduldige - Spanierin in der Autovermietung überhaupt nicht aus der Ruhe. Auch nachdem er sich JEDE einzelne Bedingung im Mietvertrag hatte mehrfach erläutern lassen und JEDE Einzelheit der Schadensbegrenzung hinterfragt hatte, war die Juanita immer noch nett.
Was man von uns nicht mehr behaupten konnte.
Wir machten es dann einfach: unterschreiben, Auto nehmen und ab - naja, Christoph gefiel die Farbe unseres VW Polos nicht, was er allerdings nur auf deutsch äußerte, aber der sehr charmante - und dabei auch noch gut aussehende - Autovermieter war der deutschen Sprache mächtig und hatte einen vollkommen verwirrten Gesichtsausdruck...war nur nen Scherz, Caballero!
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der junge Mann sich an uns rächte und uns als wichtigstes Zubehör den Eiskratzer ganz genau erklärte - macht ja Sinn, bei durchschnittlich 32° Grad im Schatten!
Jetzt sind wir in Zaragoza, wo es dem Goya ganz besonders gefiel.
Und obwohl ich heute im Auto ganz brav geschwiegen haben (was natürlich nur daran lag, dass mein Buch sooooo furchtbar romantisch war und ich deshalb immer nur verstohlen eine Träne von meiner Wange wischen konnte), wurde mir dieses Schild besonders ans Herz gelegt.......
Ja, weil Dicki so gerne seinen Kitsch liest, mußte ich heute durch die kastilischen Hügel fahren. Dabei haben wir gelernt, daß es bis 2500m in die Höhe gehen kann, wo dann im Winter der o.g. Eiskratzer zum Einsatz kommt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, warum man da anhalten sollte. Jetzt gerade ist es knochentrocken und dementsprechend beige. Im Winter ist es wahrscheinlich trocken-kalt und braunbeige. Man fährt da so durch. Ist ein bißchen wie Sachsen-Anhalt. In Zaragoza angekommen kann man dann die Virgen del Pilar (Jungfrau auf der Säule) anbeten, die angeblich hier erschienen ist. Und wenn man fertig ist mit Anbeten geht man die Straße hinunter und landet hier:
"Sparkasse der Unbefleckten" steht da. Dürfen da nur Frauen sparen? Und nur Jungfrauen? Oder unbefleckt Gebärende? Aber davon gab´s bisher nur eine, das lohnt sich ja gar nicht als Kundenstamm.
Das ist Bankmarketing und dass Christoph davon keine Ahnung hat, ist doch auch mal schön - der weiss ja sonst alles besser.
Ich hör´ also auf zu fliegen und werde Bankfuzzi in einer Bank mit nur einer Kundin, die nie vorbeikommt. Ein Traum! Ist wie in der Filiale Tegel, was ich so höre.
Toll ist ja, dass es überall doofe Menschen gibt: Der alte Mann, der vor uns ein Auto angemietet hat, brachte die furchtbar nette - und soooo geduldige - Spanierin in der Autovermietung überhaupt nicht aus der Ruhe. Auch nachdem er sich JEDE einzelne Bedingung im Mietvertrag hatte mehrfach erläutern lassen und JEDE Einzelheit der Schadensbegrenzung hinterfragt hatte, war die Juanita immer noch nett.
Was man von uns nicht mehr behaupten konnte.
Wir machten es dann einfach: unterschreiben, Auto nehmen und ab - naja, Christoph gefiel die Farbe unseres VW Polos nicht, was er allerdings nur auf deutsch äußerte, aber der sehr charmante - und dabei auch noch gut aussehende - Autovermieter war der deutschen Sprache mächtig und hatte einen vollkommen verwirrten Gesichtsausdruck...war nur nen Scherz, Caballero!
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der junge Mann sich an uns rächte und uns als wichtigstes Zubehör den Eiskratzer ganz genau erklärte - macht ja Sinn, bei durchschnittlich 32° Grad im Schatten!
Jetzt sind wir in Zaragoza, wo es dem Goya ganz besonders gefiel.
Und obwohl ich heute im Auto ganz brav geschwiegen haben (was natürlich nur daran lag, dass mein Buch sooooo furchtbar romantisch war und ich deshalb immer nur verstohlen eine Träne von meiner Wange wischen konnte), wurde mir dieses Schild besonders ans Herz gelegt.......
Ja, weil Dicki so gerne seinen Kitsch liest, mußte ich heute durch die kastilischen Hügel fahren. Dabei haben wir gelernt, daß es bis 2500m in die Höhe gehen kann, wo dann im Winter der o.g. Eiskratzer zum Einsatz kommt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, warum man da anhalten sollte. Jetzt gerade ist es knochentrocken und dementsprechend beige. Im Winter ist es wahrscheinlich trocken-kalt und braunbeige. Man fährt da so durch. Ist ein bißchen wie Sachsen-Anhalt. In Zaragoza angekommen kann man dann die Virgen del Pilar (Jungfrau auf der Säule) anbeten, die angeblich hier erschienen ist. Und wenn man fertig ist mit Anbeten geht man die Straße hinunter und landet hier:
"Sparkasse der Unbefleckten" steht da. Dürfen da nur Frauen sparen? Und nur Jungfrauen? Oder unbefleckt Gebärende? Aber davon gab´s bisher nur eine, das lohnt sich ja gar nicht als Kundenstamm.
Das ist Bankmarketing und dass Christoph davon keine Ahnung hat, ist doch auch mal schön - der weiss ja sonst alles besser.
Ich hör´ also auf zu fliegen und werde Bankfuzzi in einer Bank mit nur einer Kundin, die nie vorbeikommt. Ein Traum! Ist wie in der Filiale Tegel, was ich so höre.
| was eß ´ ich bloß? wahrscheinlich beides. |
Mittwoch, 5. September 2012
Königs Landhaus
Wenn man als König keine Lust mehr hat, ständig in der Hauptstadt die blöden Untertanen zu sehen, so läßt man sich einfach ein klein Häuschen in der Einöde bauen.
Da wird man dann nicht mehr belästigt und regiert sein Reich, indem man dem Hochadel Zettel mit kryptischen Anweisungen zuschickt.
Kosten spielen keine Rolle, weil einem ja Amerika gehört und die doofen Indios schon für güldenen Nachschub sorgen werden.
Leider lebt man in einem Jahrhundert, in dem das Wasserklosett noch nicht erfunden ward und so blieb unsere dringenste Frage heute unbeantwortet.
Manch einer mag´s aus Versailles kennen, wo die Vicomtes sich hinter den schweren Vorhängen verstecken konnten. Hier ging das nicht, denn Raumschmuck war aufgrund des Königs Minimalismus kaum vorhanden.
Der war ja auch mit beten und Zettel schreiben ausgelastet. Also trug man schwarz und versuchte, Engländerinnen zu heiraten. Die wollten aber nicht katholisch werden. So hatte man´s schwer. Später dann quält einen die Gicht.
Die Aussicht allerdings ist wunderschön, sogar ein kleines Gärtchen gibt´s.
Wir mußten heute treppauf und -ab laufen, Gemächer und Grüfte anschauen.
Bilder hängen auch, meistens von Märtyrern und Märtyrerinnen, bzw. von Unmengen Habsburgs und Bourbons.
Im Keller sind die meisten dann auch gleich beerdigt. Man muß als König eigentlich gar nicht mehr raus. War man königlich und nach der Pubertät verstorben, so bekam man seinen eigenen Sarkophag.
Hatte man es nicht ganz geschafft, mußte man sich mit anderen Minderjährigen ein Mausoleum teilen. Das Ding heißt "Tarta de Comuniones" und sieht genau so aus, nämlich wie eine marmorne Torte. Schräg. Leider Fotografierverbot.

Belohnung heute: die empfohlene Tapasvariation vom Kellner auf der Plaza um die Ecke. Chorizos in Apfelwein, Pilze in Knoblauchöl und Knoblauchölpilze, dazu zwei Liter Bier. Prost!
Ach ja, immer schön Weißmehlbrot dazu.
Als kostenlose Unterhaltung gab´s ein schon in die Jahre gekommenes, sehr freundliches holländisches Ehepaar, das den Tavernenrotwein dekantieren wollte. Und das in einem Viertel, das der Baedeker als authentisch beschreibt, was ja soviel heißt wie leicht runtergekommen.
Morgen geht´s weiter nach Zaragoza.
Für unsere Freunde des südamerikanischen Spanisch: "Cien zapateros de Zaragoza cogen gazpacho andaluz en la plaza."
Da wird man dann nicht mehr belästigt und regiert sein Reich, indem man dem Hochadel Zettel mit kryptischen Anweisungen zuschickt.
Kosten spielen keine Rolle, weil einem ja Amerika gehört und die doofen Indios schon für güldenen Nachschub sorgen werden.
Leider lebt man in einem Jahrhundert, in dem das Wasserklosett noch nicht erfunden ward und so blieb unsere dringenste Frage heute unbeantwortet.
Manch einer mag´s aus Versailles kennen, wo die Vicomtes sich hinter den schweren Vorhängen verstecken konnten. Hier ging das nicht, denn Raumschmuck war aufgrund des Königs Minimalismus kaum vorhanden.
Der war ja auch mit beten und Zettel schreiben ausgelastet. Also trug man schwarz und versuchte, Engländerinnen zu heiraten. Die wollten aber nicht katholisch werden. So hatte man´s schwer. Später dann quält einen die Gicht.
Die Aussicht allerdings ist wunderschön, sogar ein kleines Gärtchen gibt´s.
Wir mußten heute treppauf und -ab laufen, Gemächer und Grüfte anschauen.
Bilder hängen auch, meistens von Märtyrern und Märtyrerinnen, bzw. von Unmengen Habsburgs und Bourbons.
Im Keller sind die meisten dann auch gleich beerdigt. Man muß als König eigentlich gar nicht mehr raus. War man königlich und nach der Pubertät verstorben, so bekam man seinen eigenen Sarkophag.
Hatte man es nicht ganz geschafft, mußte man sich mit anderen Minderjährigen ein Mausoleum teilen. Das Ding heißt "Tarta de Comuniones" und sieht genau so aus, nämlich wie eine marmorne Torte. Schräg. Leider Fotografierverbot.
Belohnung heute: die empfohlene Tapasvariation vom Kellner auf der Plaza um die Ecke. Chorizos in Apfelwein, Pilze in Knoblauchöl und Knoblauchölpilze, dazu zwei Liter Bier. Prost!
Ach ja, immer schön Weißmehlbrot dazu.
Als kostenlose Unterhaltung gab´s ein schon in die Jahre gekommenes, sehr freundliches holländisches Ehepaar, das den Tavernenrotwein dekantieren wollte. Und das in einem Viertel, das der Baedeker als authentisch beschreibt, was ja soviel heißt wie leicht runtergekommen.
Morgen geht´s weiter nach Zaragoza.
Für unsere Freunde des südamerikanischen Spanisch: "Cien zapateros de Zaragoza cogen gazpacho andaluz en la plaza."
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