Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.



Donnerstag, 12. März 2015

Ins Wasser gefallen

Gesten waren wir beim Pura Tirta Empul - das ist ein furchtbar wichtiger Tempel, in dem sich die Balinesen waschen. Also eigentlich ist das dann ja ein Art Badehaus. 


Der Tempel liegt am Fluss, dessen Namen ich schon wieder vegessen habe, und es gibt mehrere Becken, die durch heiliges Quellwasser gespeist werden. Ich bin ja der Meinung, dass das Wasser aus dem Fluss nur umgeleitet wird.
Der gläubige Hindu hingegen ist da anderer Meinung, schliesslich gibt es dutzende von Fontainen, aus denen das Wasser rauskommt. Jeder einzelne Wasserspeier ist für was anderes gut - da aber niemand mehr sagen kann, welcher Wasserhahn für was gut ist, wäscht man sich einfach unter jedem.
Das macht schön sauber und hilft gleichzeitig gegen alle Krankheiten und Probleme. Praktisch!

Immer züchtig im Sarong (und mit Regenschirm)




Da es aber schon wieder so doll geregnet hat, mussten wir nicht mehr ins Becken unter die heiligen Duschen - wir waren ja schon nass!







 das Wohnzimmerfenster vom Präsidenten
Der Präsident hat hier auch ein Haus - oben auf dem Hügel mit Blick auf den Tempel. Das ist hier also auch nicht anders: Politiker sind überall korrupt und sichern sich die besten Plätze. 

Böse Zungen könnten behaupten, der Präsident ist ein Spanner und guckt seinem Volk beim Baden zu! 
Habe gerade gelernt, dass die Mutti - die Angi - auch schon hier war und in diesem Haus gewohnt hat. 
Ob die auch baden war?
Und wenn: unter welchem Wasserhahn die wohl gesessen hat...?




Auf dem Rückweg sind wir leider so doll nass geworden, dass wir erst einmal unser Geld trocknen mussten. 
Dafür haben wir uns jetzt erst einmal einen Regenumhang fürs Mofa gekauft - so wie es aussieht, wird es ja auch die kommenden Tage immer mal wieder schütten. 



Dienstag, 10. März 2015

Heute...

...wurden wir wieder um ein Foto gebeten. Das wundert mich, weil es in Ubud nun wirklich keinen Mangel hat an schwitzenden, weißen Menschen. Ich find´s immer faszinierend, daß die Jungs hier in der Bullenhitze im Hoodie rumlaufen. Langärmlig ist auch gar kein Problem. Da bin ich gerne uncool.


Der ganze Ort ist eigentlich ein Einkaufszentrum für die Urlauber von der Küste. Man fährt schnell mal hin und kauft einen Sarong. Die meisten, die hier wohnen, scheinen allerdings Backpacker zu sein und die kaufen ja notorisch nix, schon gar keine Möbel oder großformatige Bilder, die hier überall angeboten werden. Wären zwischendurch nicht die hübschen Tempel und die schöne Landschaft drumrum, müßte man gar nicht herkommen.


Dem Balinesen ist sein Hinduismus sehr wichtig, allerdings scheinen nicht alle alles bierernst zu nehmen.



Man kann hier ganz prima Kultur und Natur verbinden. Auf dem Weg zum Reisfeld liegt immer mal ein schöner Tempel oder etwas von der UNESCO-Weltkulturerbeliste, heute zum Beispiel der Elefantentempel in Goa Gajah.
Leider habe ich nicht verstanden, warum Elefanten erwähnt werden, abgebildet werden keine.
Dafür gibt es wasserspendende Nymphen und einen überdesignten Höhleneingang zu sehen.


immer schön im Schatten bleiben






Ich fand die kleine Raststätte sehr hilfreich.











Weiter die Straße runter hat uns ein freundlicher junger Guide die Felsreliefs von Yeh Pulu gezeigt.









Danach hat er uns noch die Drei-Felder-Reiswirtschaft erklärt.
Ist der Reis abgeerntet, kann man die Felder fluten und Fische aussetzen. Heute scheint das aus der Mode gekommen zu sein.



Freundlicherweise durften wir durch den Matsch die Terrassen betreten, das geht barfuß am besten. Fast hätt´ ich meine Havaianas verloren.








Mr. Wayan

In Ubud ...

...sind alle anderen auch schon. 


Hotel im Grünen




Gut nur, dass wir ein Hotel ausserhalb der Stadt haben. 
Da ist es schön ruhig und eigentlich stört nur die Natur: die Grillen sind viel zu laut und die Vögelchen zwitschern wie wild. 
Viel zu viel Natur!









Zum Dorf gibt es einen einsamen Weg - der ist toll, aber nachts ohne Licht. Deshalb soll man ne Taschenlampe mitnehmen, damit man sich nicht verläuft.







Wir haben uns für die andere Variante entschieden und uns zwei Mofas geliehen. 
Leider bin ich schon daran gescheitert, den Schlüssel ins Zündschloß zu stecken - da musste mir der arme Indonesier an der Tanke helfen. Der dachte wahrscheinlich auch: oh mann , diese doofen Touristen!


Sonntag, 8. März 2015

Nach Bali

Also fliegen ist für uns ja nun wirklich nichts Besonderes mehr - wenn man dann aber noch über das Flugfeld laufen muss, um zum Flieger zu kommen , dann macht das Spass - sogar uns und auch zu nachtschlafender Zeit. 




Heute sind wir also nach Bali rüber geflogen: das dauert nicht lange und alle anderen kommen auch mit. 
Bali ist ja das Mallotze von den Australiern, was ich nicht verstehe, da die doch eigene Strände haben - C. meinte aber, dass die sparen wollen: in Aussie-Land ist alles furchtbar teuer und auf Bali können die dann billiger saufen.
Supa! Da sind wir ja genau richtig!

Da wir aber klug sind (für Insider:
K-L-U-K!) , haben wir nicht am überfüllten Touristenstrand gebucht, sondern sind gleich ins Landesinnere nach Ubud gefahren. 
Unser Hotel liegt ausserhalb der Stadt, hinterm Hügel und zwischen den Reisfeldern. Unser armer Taxifahrer schaute während der Fahrt mehrere Male vollkommen verstört....."...da kommt bestimmt kein Hotel mehr...." - doch kam es!
Jetzt sitzen wir auf unserer Terrasse, hören den Grillen beim Zirpen zu und schauen in den Urwald, der gleich vorm Zimmer beginnt. 
Hier ist es toll und deshalb bleiben wir die nächsten 7 Tage hier!





Samstag, 7. März 2015

Umgebung

Nicht weit von Yogyakarta entfernt liegen inmitten schöner Landschaft die Tempel von Borobudur (buddhistisch) und Prambanan (hinduistisch). Beide kann man schön an einem Tag erkunden. Noch ist ein bisschen Regenzeit und deshalb ist es nicht gar so voll, die Souvenirshops haben allerdings alle geöffnet.
Die Innen- und Außenwände von Borobudur erzählen die Geschichte Buddhas und der geneigte Bildungsbürger erkundet im Uhrzeigersinn zuerst die Basis, klettert dann auf die erste Stufe, umrundet wieder, dann auf die zweite Stufe und so weiter, bis er völlig entkräftet oben anlangt. Dort wird er dann von freundlich fotografierenden Indonesiern ausgelacht. Die Aussicht von oben ist allerdings sehr schön, wieder überall Reisfelder, Dörfer und Wald.






Kurz vor Prambanan fing es zu regnen an. Das macht aber nix, weil´s ja warmer Regen ist. Kurz hinter´m Eingang wurden wir von drei freundlichen jungen Damen angesprochen, Tuti, Ita und Annisa, alle in der gleichen Klasse für Tourismus ihrer Highschool. Sie wollten uns gerne den Tempel erklären und ihr englisch ausprobieren. Free of charge, wer sagt da schon nein. Die drei waren ganz niedlich und sehr bemüht. Hier werden Brahma, Vishnu und Shiva verehrt und in dunklen Kammern stehen deren Statuen. Im tropischen Regen kann man sich da ganz prima unterstellen.




Transport mit Gewichtsbschränkung

Eigentlich wollte ich ja heute in den hiesigen Zoo - da gibt es nämlich den Tomatenfrosch (Dyscophus antongilii)

Wurde wegen Wetter leider nichts, denn als wir nach dem Nach-Frühstücksschläfchen erst einmal so weit waren, hat es wieder mal angefangen zu schütten.
Deshalb sind wir zum Silbermarkt gefahren.


Hier gibt es ja neben den üblichen Taxis noch Rikschas (manuell betrieben) und Motorad-Rikschas. 

warten auf Kundschaft - aber bitte nur schlanke Asiaten!
Wir sind beide der Meinung, dass wir für die normalen Rikschas zu schwer sind. Ist doch wohl ne Zumutung, wenn sich zwei dicke weiße Männer von einem kleinen und sehr schmächtigen Männlein durch die Gegend fahren lassen. 

Beim Silbermarkt war leider außer einem sehr touristischem Laden alles zu - wahrscheinlich wegen des einsetzenden Starkregens. 
Naja, dann fahren wir halt wieder zurück ins Hotel, dachten wir....
Da wir aber in einer Gegend waren, in die sich wahrscheinlich noch nie ein weisser Tourist verirrt hat und mittlerweile der Regen so stark war, dass dieser aus den Gullis nach oben gedrückt wurde, gab es auch überhaupt keine Transportmittel mehr - weder manuelle noch motorbetriebene Rikschas - mal ganz abgesehen von einem normalen Taxi. 
Ein netter Herr bat uns aber in seinen Laden und rief ein Taxi für uns - hat auch nur 43 Minuten gedauert bis dieses endlich vorm Laden stand.  

Freitag, 6. März 2015

Unter die Haube / Borobudur Supermodel

Heute hätte ich Christoph meistbietend verkaufen können: wie wir schon geschrieben hatten, wollen hier alle Bilder mit den dicken weißen Männern machen. 

Wir sind ja nett und freundlich und lächeln brav, sind aber dazu übergegangen, ein Gegenfoto einzufordern!

Die jungen Damen (alle im besten heiratsfähigen Alter!) waren ganz angetan!

mindestens einen Kopf größer

keck mit Schirm
liegt wahrscheinlich am kleidsamen Sarong

naja die Jungs sind auch ganz heiss auf ein Bild

indonesische Rapper

und coole Jungs

ich bin ja eher der seriöse Onkel-Typ - mich wollen nur die jungen Eltern für ein Bild mit der Kackbratze

Dicki als guter Onkel
Der Karl hat gesagt, die Heidi ist gar kein Supermodel, weil die nur Schlüppimode zeigt oder bestenfalls Badesachen, nur die Klohdi und die Linda usw. sind Supermodels,weil die richtige Klamotten anhaben (seine) und auch keinen doofen Fernsehscheiß machen müssen im Prekariatssender. Ich bin jetzt Sarongsupermodel und in der Hitze hab´ ich´s mir weiß Gott verdient.
Also: Dicki ist eher wie Heidi, etwas prekär aber finanziell erfolgreich und icke eher Inès de la Fressange, zeitlos klassisch, mittlerweile aber leider vergessen. Bösartige Kommentare erbeten.