Brillenträger kennen das: man sucht die Brille, weil man dringend etwas shoppen will und findet sie nach wildem Getaste auf dem eigenen Kopf. Ist immer lustig am Joghurtregal, denn man will ja Vanille und nicht eklig Erdbeere.
Herr W. befindet sich also im 8. Arrondissement (wo sonst?) vor dem Eingang zur Herrenbutike und ist ob der Auslage schon janz uffjerecht. Ich höre die Frage: „Wo ist denn meine Maske?“ und wende mich aufmerksam um. Aufkommende Panik im Blick des Fragenden, denn was wäre wohl schlimmer als ohne Shoppingbeute die Heimreise anzutreten?
Sarkasmus im Zwischenmenschlichen wurde mir kürzlich verboten also frage ich ganz neutral: „Ja wo mag sie denn wohl sein?“
Unbezahlbar der Augenblick, wenn das Gegenüber die Maske unter dem eigene Kinn bemerkt.

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