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Mittwoch, 30. Juni 2021

Im Bahnhof

 


Hier ein kleiner Eindruck der schönen Dinge im Musée d‘Orsay. 

Unser Freund Herr K. aus Lichterfelde-West ist der Meinung, Monet sähe aus der Ferne ganz toll aus. Stimmt. Aus der Nähe bleibt Gurkensalat. Die anderen berühmten Gemälde sehen auch aus wie im Fernsehen aber das Original zu sehen ist schon was feines.



Einen lieben Gruß an unsere Freunde in Amerika 











Eine kleine Vorbereitung für Versailles 











Sehr bunte Trauerweide











Blau und rot








Skandalös









Très chic





In der Kirche der Heiligen Genoveva findet ab morgen ein Multimediaspektakel über ihr Leben statt. Man hat uns herzlich eingeladen. Ist auch gut für Kinder und Menschen ohne Französischkenntnisse. 







Prioritäten


Während gestern Abend die Nation gebannt vor dem Fernseher saß, sind wir lieber zur Brasserie Floderer gegangen. Ich ahnte ja schon, dass sich ein Ausharren für den Fußball nicht lohnen würde und so haben wir uns lieber den kulinarischen Genüssen hingegeben!
Der eine verbrennt Kalorien , der anderen nimmt sie zu sich - wofür haben wir uns wohl entschieden….?!?!

Lecker Weinchen in entzückenden Gläschen

Sorry… Foie Gras darf nicht fehlen 

Ein paar Austern 

Lachs auf gesundem Zeug 


Der Laden ist berühmt für das
Sauerkraut 

Und zum Schluss ein wenig Käse

Und das alles in gediegenem Ambiente 

Dienstag, 29. Juni 2021

Liberté, Egalité,

 


Jean-Paul Gaultier

 



Gestern war kein guter Tag für die Republik. Auf der Suche nach einem Platz für unser Abendweinchen fanden wir nur fußballfanverstopfte Bistros vor. Wir mußten leider draußen sitzen. Machte aber nix, denn so lernten wir Fleur kennen, die schon deutlich ein Roséweinlämpchen an hatte und sich schwer darüber beklagte, das sie der beste Freund ihres besten Freundes angegrapscht hätte. An der Hüfte. Dabei hätte der schon eine Freundin. In Italien. Sie war empört, wir fasziniert.




Paßt alles ins Bild, denn schon im Mittagsbistro fragte der bierselige Herr nebenan, woher wir denn kämen. Deutschland, ach wie schön, meine Frau ist Deutschlehrerin und schwupps hatte ich Madame am Handy.

„Guten Tag“

„Guten Tag, wer sind sie denn überhaupt?“

„Ihr Mann hat mich verbunden“

„Ach soooooo….“

Wenn keine Touristen in der Stadt sind, ist man sehr nett zueinander.




Später mußte ich dann noch in die Kitschkirche.








Kitsch von vorne

und von hinten 




Ich bin ja nicht der Meinung, dass Sacré-Cœur kitschig ist… vielleicht ein wenig bunt und überladen, ein bisschen wie Kirchen-Disneyland. 
Ich glaube eher, dass C nicht zur Kirche wollte, da diese auf einem Hügel steht  „…ich laufe aber nicht den Berg rauf! Das kannst du gleich vergessen…bei dieser Hitze!…“ 
Anmerkung der Redaktion: es hat gerade kühle 21 Grad in Paris und der „Berg“ ist ja wohl eher ein Hügel! 
So durfte ich also nicht mit all den anderen den „Berg“ erklimmen sondern wurde mit dem Funiculaire nach oben bugsiert. Hatte was von Treppen-Lifta …da kann man sich schon mal aufs Alter einstimmen






In der Krypta war alles in mystischem rot gehalten, überall wehenden Stoffbahnen und furchtbar kitschige Musik - natürlich vom Band. 














Ich war furchtbar  enttäuscht, dass nirgends Professor Robert Langdon um die Ecke kam, um die Welt erneut vor den Bösen zu retten. 
Ach ich Dummi! Der hat ja im Vatikan den Helden gespielt…?!?! 
Hier ist es aber auch ganz heilig.






Montag, 28. Juni 2021

Sonntag mit Kunst, Centre Pompidou


Der Wetterbericht für Paris: eigentlich immer Regen, außer es regnet gerade mal nicht … das sagt die App. Das tatsächliche Wetter ist dann meist ganz anders.

Dieses Mal führte aber kein Weg am Museum vorbei. Und wie praktisch, sonntags kostet das Museum nichts. Kultur für lau - naja, das soll ja in Berlin auch bald kommen. 

So haben wir den Vormittag mit der modernen Kunst verbracht. Normalerweise wäre es proppenvoll, aber im Moment ist ja immer noch alles anders. In diesem Fall: gut für uns!




Eigentlich wollte ich mir einen Jackson Pollock fürs Bad mitnehmen, aber die Farben warn mir zu düster. Ich habe mich dann für dreierlei blau von Miró entschieden - mal schauen, wann (oder eher ob) die Bildchen geliefert werden. 







Wir suchen uns ja immer Kunscht aus, die wir dann in unseren Zimmerfluchten verstecken wollen.




Hier ein Kandinski. Hat er wohl zum Frühstück am Pilz genascht.







Kupka



Gelb ist immer ganz schwierig










Der dunkelrote Rothko wäre sehr schön für‘s Eßzimmer










Hier meine Lieblingsfarben: Rentnerbeigecrème mit diversem Grau










„Am Strande“ war am schönsten







Draußen hat es natürlich nicht geregnet, also haben wir uns unser neues Lieblingsfahrrad von velib genommen und sind zum Eiffelturm geradelt. 



Und auch hier: keiner da. Allerdings durfte man auch nicht nach oben rauf sondern musste von unten staunen. Ein paar Franzosen waren auch noch da und haben ihre mitgebrachte Foie Gras, lecker Baguette und natürlich Champagner auf einer hübschen Decke mit Blick auf den rostigen Turm genossen. Wir haben haben schmachtend daneben gestanden, wurden aber trotzdem nicht hinzugebeten. 







Ich hab nicht geschmachtet, ich war noch vom kleinen Mittagssnack übersättigt.









Zwischen Museum und französischem Funkturm waren wir noch schnell in der Kirche Église Saint-Eustache zum Orgelkonzert. Die Kirche ist furchtbar wichtig wegen der Gotik und den „antikisierenden Renaissance Elementen“ (hääää?) 




Colbert liegt da unter einer hübschen Skulptur und Keith Haring durfte einen Seitenaltar gestalten - wie progressiv die Pariser sind!






Keith Haring in der Kirche