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Montag, 23. September 2019
Donnerstag, 19. September 2019
Wells
Wie Roger uns erklärte, ist Wells die kleinste Stadt Englands. "Our cathedral is the smallest too, but it´s also the prettiest." Die großen Kirchen in England verlangen keinen Eintritt, freuen sich aber über eine Spende. Die liegt so bei 7 Pfund und wird direkt am Eingang eingetrieben. Die Führungen durch einen Roger sind dann inbegriffen und immer ihr Geld wert.
Man darf immer was fragen. Find ich toll. Dicki nicht so, aber der hört ja eh nicht richtig zu.
Diese hübsche Konstruktion zum Beispiel hat man nachträglich verbaut, weil sich der Turm bedenklich gen Westen neigte. Roger sagt, man sei deswegen ein wenig beunruhigt gewesen.
Auch hängt hier das älteste Zifferblatt der Welt und die Glocke wird von einem Herrn oben rechts geschlagen.
Im gotischen Oktogon tagte das Domkapitel.
Auch die älteste Reihenhaussiedlung in der ältesten Straße Europas befindet sich in Wells. Vicar´s Close. Man darf als Anwohner mit häßlichen Autos rein.
Wir wünschen Roger noch alles Gute, er bekommt nächsten Monat ein neues Knie.
Little Britain ist ja schon seit geraumer Zeit dabei, sich upzugraden. Man arbeitet an der Einführung der Mischbatterie, des Wasserdrucks und der Steckdose in Badezimmern.
Im Hotel der letzten Nacht zum Beispiel vermißte ich den Duschkopf.
"Da fehlt leider ein Duschkopf in meinem Badezimmer."
"Stimmt. Sie haben ja auch ein Zimmer mit Bad gebucht."
"?"
"Hätten Sie ein Zimmer mit Naßzelle gebucht, dann hätten Sie eine Dusche, aber keine Wanne."
"Und warum hängt mein Waschbecken auf Kniehöhe?"
"Sie haben ein rollstuhlgerechtes Zimmer gebucht."
"Ist etwas anderes frei?"
"I´m awfully sorry, really, but we´re fully booked. Have a lovely night."
Oh fuck off.
Der nächste Urlaub ist auch schon gebongt.
Unterkunft ist schon reserviert.
Wir wohnen diesmal getrennt, aber nebeneinander.
Nüscht is.....nächstes Jahr geht es dreimal nach Indien!!!!
Ohne Murren!!
Montag, 16. September 2019
Zu viel Natur
So langsam gewöhne ich mich ja daran, dass es in England keine Straßen im Sinne einer "deutschen Straße" gibt - hier ist eine Straße vielmehr eine anderhalbspurige Fahrbahn, die rechts und links durch eine mannshohe Hecke gesäumt ist.
Die Hecke verhindert, dass der Fahrer von der herrlichen Landschaft abgelenkt wird. Die Enge der Wege/ Straßen führt dazu, dass man bei entgegenkommendem Verkehr eine genügend breite Stelle suchen muss (dort ist die Hecke dann ein wenig zurückgesetzt) , um den anderen vorbei zu lassen.
Alles etwas lästig, da man nicht wirklich zügig durch die Gegend kommt, aber der Weg ist ja das Ziel (oder war es umgekehrt????)
Mittlerweile sind wir in North Molton, das idyllisch kurz hinter South Molton und kurz vorm nächsten Moor liegt.
Hier gibt es sehr viel Natur und noch mehr Schafe. Unser Hotel ((was ja eigentlich ein Pub mit angeschlossenen Gästezimmern ist) ist direkt neben der Weide, auf der die Schafe stehen.
Jetzt liegen wir auf dem Bett und es ist viel zu laut: wusstet ihr, dass Schafe voll laut kauen? Ich weiss nicht, ob ich bei so viel Natur schlafen kann....
| Arlington im leichten drizzle |
Ach ja: es gab heute natürlich wieder nen Haus zu besichtigen: Arlington - bekannt für die reichhaltige Sammlung von historischen Kutschen und Modell-Schiffchen.
Einen Garten gibt es selbstverständlich auch: im leichten Nieselregen - den man hier drizzle nennt und der sehr typisch für England ist
| gut gelaunt im drizzle |
Sonntag, 15. September 2019
Lanhydrock
| gut frisiert: zumindest die Buchsbäume |
So langsam habe ich ja genügend Gärten und olle Häuser gesehen ....was aber wirklich nervt sind die furchtbar freundlichen Volunteers vom National Trust: in jedem Raum sitzt einer dieser Freiwilligen - meist ein ältliche Dame, die den ganzen Tag jeden Gast im Raum begrüßt, es lovely findet, dass man hier zu Gast ist und alles zum jeweiligen Raum weiß.....
| alter Mann vor Hecke |
Der hat in jedem Raum eine oder zwei oder drei furchtbar schlaue Fragen an die klugscheißer-schlauen Volunteers: Wann wurde denn dieses Bild gemalt , von wem, warum?..... was ist ein tongue press , wo und was ist der still room ......?
Der normale Besucher braucht durchschnittlich 26 Minuten für die Besichtigung eines Hauses - wir benötigen mindestens 75 Minuten ...lovely.......
Ich sammle derweil Einrichtungs-Tipps und must-haves für den nächsten Weihnachts-Wunschzettel:
| in der Großpackung mit 600 Blatt wird´s preiswerter |
Hakle-Feucht ist out, ab jetzt nur noch Bronco!
Für unser Demenz-Eckchen fehlen noch ein paar passende Fuß-Bänkchen!
| man beachte die wunderbare Farbe der Wand |
Eine Klingel, mit dem man dem richtigen Personal bescheid geben kann!
Ein stilvoller Rollstuhl!
Ach so, wir sind übrigens gerade in Lanhydrock mit einem lovely garden.....
Samstag, 14. September 2019
Es ist mir ein wenig peinlich....
....aber nachdem ich gerade in den Nachrichten bei BBC4 gehört habe, dass uns die Polizei bereits auf den Fersen ist, oute ich mich mal lieber gleich:
ich habe das goldene Klo geklaut!
Ich habe die letzten Tage wirklich alles versucht: ich habe auf dem Holz-Klo von Agatha Christie gesessen, habe es mit den öffentlichen Toiletten vom National Trust versucht.....aber so richtig wohl fühle ich mich nur auf der goldenen Schüssel!
Style and Class in the House of Dicki
ich habe das goldene Klo geklaut!
Ich habe die letzten Tage wirklich alles versucht: ich habe auf dem Holz-Klo von Agatha Christie gesessen, habe es mit den öffentlichen Toiletten vom National Trust versucht.....aber so richtig wohl fühle ich mich nur auf der goldenen Schüssel!
Style and Class in the House of Dicki
Saltram House
In Plympton bei Plymouth, den Fluß Plym überblickend, liegt Saltram House. Einst lebte hier die Familie Parker, eine Sippe von Landadeligen und Parlamentariern, die ihren Grundbesitz stetig vermehren konnte. Zudem heirateten die männlichen Parkers schlauerweise immer Frauen, die reicher waren als sie selbst. Irgendwann war es so weit, daß man vom Frühstückszimmer aus den eigenen Rennpferden auf der eigenen Rennbahn beim Galoppieren zusehen konnte.
Leider ging es dann wieder stetig bergab und man konnte sein eigenes Anwesen nicht mehr bewohnen. Das Schlimmste trat ein: man mußte vermieten! Obwohl mal der König über´s Weekend da war! Shocking.
Jetzt sitzen Touristen beim Tee im Garten und anderer Leute Bratzen spielen Fußball auf dem Rasen.
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