König von Portugal lebte von 1469-1521 und hat Brasilien und den Seeweg nach Indien entdecken lassen. Weil das richtig Kohle einbrachte, hat er sich auch gleich einen Kunststil ausgedacht, die Manuelinik. Die zeichnet sich, so unser Baedeker, durch überstrapazierte Fassaden aus. Das kann man wohl sagen. Im Hieronymitenkloster in Belém kann man dergleichen in Reinform bewundern, alles ganz frisch gekärchert.
Also ich oute mich ja gerne (und oft) als kulturell unwissend: bislang kannte ich nur den Manuel und das Kloster sah mir doch arg nach Kleckerburg aus.
Der Kreuzgang wird als der schönste der Welt bezeichnet.
Ganz besonders gelungen fand ich den manuelinischen Rollrasen und die manuelinische Schubkarre.
Der Gesamteindruck ist allerdings beeindruckend.
| denkt noch wer an Stopfleber? |
Nebenan liegt der botanische Garten, gleich neben der Residenz des Staatspräsidenten. Wir wurden ständig von der neugierigen Vogelschar beobachtet. Die hatten wohl auf Leckerli spekuliert. Mir fiel nur "Tauben vergiften im Park" ein.
Auch hier differieren unsere Assoziationen doch sehr stark voneinander: während C. ans Taubenvergiften denkt (wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, diese danach zu verspeisen), mache ich mir Gedanken über unsere Zukunft: wenn wir mit kurz vor 50 schon auf ner Bank im Park sitzen und die einzige Gesellschaft doofe Enten und andere Vögel sind, was soll denn dann noch kommen..?
Man beachte bitte auch den Artikel, der hier von C. gelesen wird....Stil trifft eitlen Pfau!
Beruhigend ist allerdings, dass im Botanischen Garten Drohnen verboten sind!

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