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Dienstag, 11. März 2014

Mit dem Rad zum Friedhof

Heute musste ich wieder selbst Fahrrad fahren. Man kann auch Fahrradrikschas mieten, aber
das ist eigentlich nur was für andere Asiaten oder Kreuzfahrer, also diesmal nicht wir.

Im der hiesigen Straßenverkehrshierarchie kommt man als Radfahrer nur kurz überm Fußgänger. Darüber kommt der ganze Rest.
Alle schauen nur nach geradeaus und wenn man sich erstmal daran
gewöhnt hat, ist es eigentlich ganz praktisch.
Außerdem haben hier bestimmt alle Vollkasko und Haftpflicht gegenüber Dritten.
brav! Immer schön an den Schulterblick denken!
Die einzige, die heute eine beabsichtigte Fahrtrichtungsänderung angezeigt hat, war eine verwirrte Touristin mit Damenbart, die entschlossen den Arm nach links streckte und prompt in eine Einfahrt abbog.
Wirklich niemand blinkt hier oder streckt Ärmchen. Wir mußten sehr lachen.
Die Vietnamesen waren eher verwirrt aber die halten uns sowieso alle für komplett wahnsinnig. Wer fährt schon Fahrrad, wenn er das Geld für ein Taxi hätte? Nur Touristen!



Hué liegt inmitten schöner Hügel, auf denen oft Friedhöfe oder Pagoden errichtet werden.
Die letzten Kaiser haben sich hübsche Grabanlagen mit Gärten drumrum bauen lassen. Die wurden heute von uns und von Busladungen der "Celebrity Cruises" heimgesucht. Die Busse waren national getrennt. So kann man immer wieder neu raten, wer wohl als nächstes aussteigt.
Die Gruppe hat dann 30 Minuten Zeit, sich alles anzuschauen. Auf dem Weg nach draußen saß
die Busdomina auf der Bank und forderte alle dringend auf, nochmal siewissenschon: "You go
to toilet now, later no hab time!!! You´ll see!!! Is long trip!!

Gruss an Majo und Nicole: vielleicht übelegt Ihr Euch das mit der Indochina-Kreuzfahrt doch noch mal, ansonsten bitte immer schön an die richtigen Schuhe und das passende Hütchen denken.
In den oben beschriebenen Reisebussen gibt es auch immer ne Hierarchie: zuerst kommen die erste Reihe-Sitzer - meist schlechtgelaunte Rentner in beige - danach die frustierten Rentner, die es nicht geschafft haben, in die erste Reihe zu kommen - danach der interessierte Teil der Gruppe, bewaffnet mit Fotoapparat hängen die an den Lippen des Reiseführers - danach kommen die Damen, die eigentlich nur zum Shoppen das Schiff verlassen haben und die im Grunde gar nicht wissen , wo sie sind - zum Schluss dann die hippen jüngeren Leute - maximal 2 pro Bus....

Dicki will jetzt auch einen Grabhügel für sich mit Park drumrum.





Stimmt, aber ich möchte auch einen entsprechenden Drachen haben, der auf mich aufpasst - man weiss ja nicht, wer oder was einen im Nirvana erwartet












Und zum Schluss noch ein lustiges Bilderrätsel: such den Christoph


Und ganz zum Schluss: habe heute noch nen neuen Freund getroffen


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