Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.



Samstag, 11. März 2023

Wie fahr‘ ich mit der Eisenbahn?

 - ich kaufe einen Fahrschein. Gibt’s schrägerweise nicht online, also auf zum Automaten oder zur freundlichen Mitarbeiterin von JRCentral. 


- ich buche einen Nozomi, der ist am schnellsten und kommt alle vier Minuten. Kodama gibt’s auch, hält aber an jeder Milchkanne. Halle und Fulda und so. Ist mir nicht schick genug


- Kaufe Bento Box, weil es keine Speisewagen gibt.

- bin zu früh da, um Shinkansen zu gucken

- bin nicht der Einzige, der Shinkansen guckt

- als Bonus kommt sogar „Doctor Yellow“, der Meßzug von JapanRail. Auch Japaner gucken.


- finde Plätze und freue mich auf Bento Box



- Fuji San

- Ankunft nach Fahrplan








Freitag, 10. März 2023

Was blüht denn da?

 


Gestern wollten Missjöh abreisen, hatte man doch „Kopfdruck, vorne“ und ganz, ganz schlimm mäßige Laune. Das waren also entweder üble Symptome der Zeitverschiebung oder COVID. Ich dachte eher an Männerschnupfen. Das dürfen aber immer nur andere sagen. Also auf zur Apotheke und das Wort für Sinusitis gegoogelt. 

- Der Herr ist krank. Siehe oben. 

- Hat er Fieber oder Schmerzen?

- Nö

- Dann ist er auch nicht krank. Hat er Allergien?

- Nur Heuschnupfen 

- Dann hat er Heuschnupfen. Hier blüht ja auch alles. Man sieht’s nur nicht. Haben sie keinen Heuschnupfen in Europa (allgemeine Heiterkeit)?

Die doofen Euros wieder.

Bei Allergie hilft es natürlich nicht, stundenlang unterm Pflaumenbaum zu stehen.



Kirschblütenmäßig tut sich noch nix, es wird aber eifrig vorbereitet. Sobald sich die erste Blüte im Uenokoen zeigt, drehen alle durch.




Donnerstag, 9. März 2023

Nikko

 In den Hügeln nördlich von Tokio liegt Nikko, bekanntlich UNESCO-Weltkulturerbe.

Shinkyo Brücke. Ganz schlimm, überall Touristen 

Nicht nur sind die Schreine und Tempel sehr schön, die Lage im Wald trägt auch zur Atmosphäre bei.







Grab des Shōgun Tokugawa Ieyasu 




Heute wenig los.



Der Fisch, die Nudel

 Daheim ist Missjöh mit einer Salamischrippe zufrieden. Wenn er gesund sein will, gibt‘s mal ein Joghurt. Im Ausland jedoch muss mehrmals täglich einheimisch eingekehrt werden. Ist mir recht, dann komme ich endlich von meiner Lauwarmes-Wasser-Diät weg.

Im Sushiparadies gab‘s Mittagstisch für günstig, deshalb das selige Lächeln. Auf der Speisekarte war allerdings auch fatty tuna zu finden, 900¥. 6€. Pro Stück. Das sind 12 Mark für ungekochten Fisch auf Reisbällchen!

Für den kleineren Geldbeutel empfehlen wir Kameya, um die Ecke vom Bahnhof Shinjuku. Man sitzt auf Barhockern um‘s Eck und muss nur ganz kurz anstehen. Dann sitzt man ehrfürchtig über die Suppenschüssel gebeugt und schlürft. 


When in Rome…..


Drinnen läuft alles arbeitsteilig ab, kein Wunder, bei 5qm Küchengröße. Einer kocht die Eier, einer frittiert Gemüse, einer gart Nudeln und in 30 Sekunden gibt‘s Essen.

Und weil die Mittagsnudel so erfolgreich war gab‘s abends gleich wieder welche, diesmal dunkle Soba in scharfer Suppe und kalte helle mit Gemüseverzierung im Lädchen um die Ecke.



Dienstag, 7. März 2023

Verkehr in Tokio

 Tokio hat ja so ca. 34 Mio. Einwohner und alle wollen täglich von A nach B (und meistens auch wieder zurück). 

Der Autoverkehr ist eher marginal, bislang haben wir  noch keinen einzigen Stau gesehen.

Also fahren alle mit der Bahn. Dementsprechend voll ist es auf den Bahnsteigen und in den Zügen. Shinjuku ist der weltweit verkehrsreichste Bahnhof der Welt: hier steigen täglich ca. 3,6 Mio. Fahrgäste um!!! Und wir mittendrin!!!

Es gibt über 200 Ausgänge - zum Vergleich: der Kudamm hat glaube ich 5 ….🤔

Shibuya Crossing wenn nichts los ist

Dann gibt es ja noch die berühmte Kreuzung von Shibuya. Hier laufen bis zu 15.000 Menschen gleichzeitig über die Straße.. fast wie am Walter Schreiber Platz!!

Für die Mittagspause

In Tokio gibt es ca. 150.000 Schreine - da müssen wir uns wohl ranhalten! 


Der Hie Schrein liegt verkehrsgünstig mitten drin, in Nagatachõ - direkt neben der Deutschen Bank.


Das ist super praktisch, da ich dann meine Mittagspause immer schön im Garten vom Shintõ-Schrein verbringen kann… wenn ich mich nach Tokio versetzen lassen würde. 



Drinnen gibt es einen weiblichen und einen männlichen Affengott und jeder Japaner, der sich ein Kind wünscht, pilgert da hin und bittet um Nachkommen. Naja, wenn’s hilft. 


Bekannt ist der Schrein aber auch wegen der vielen roten Inari Tore. 


Nebenan ist der Akasaka Hikawa Schrein, der liegt hübsch in einem Gärtchen um die Ecke der Reichen.




Hier darf man sich überall was wünschen 

Wunschtafeln

Wunschzettel

Wunschkügelchen

Und anstelle des Affengottes wird hier der Fuchs als Gottheit verehrt - natürlich auch mit rotem Lätzchen


Danach ging es noch auf den Friedhof. Man muss ja sehen, wo alles endet. 
…bei uns ist mehr Farbe 🤔