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Mittwoch, 15. September 2021

Perugia


 In Umbrien scheint jede wichtige Stadt auf einem Hügel zu liegen. Somit muss man sich die Besichtigung erarbeiten und nach oben wandern. Kommt man oben an, ist man durchgeschwitzt, schlecht gelaunt und erschöpft. Blödes Konzept!



In Perugia ist man schlau: da hat man vor ein paar Jahren ein Bähnle gebaut und seit dem fährt die Mini Metro auf den Berg - und alle sind glücklich!







Oben gibt es dann Kirchen, einen Palazzo dei Priori, enge Gassen und viel Geschichte  … gut nur, dass es die Bahn gibt.







Dienstag, 14. September 2021

Kein grün

 


In Anbetracht der bevorstehenden Wahlen sind wir farbempfindlicher geworden.

So scheint rot mit gelb nicht besonders glücklich zu sein, muß aber trotzdem Händchen halten. Gelb sieht aus, als hätte er schon andere Pläne. Ist das eine Tasche oder eine schlecht geschnittene Unterhose? Blau durfte nicht mit aufs Bild, ist aber verfügbar.

Wie immer werden die Großen und/oder Dicken diskriminiert. Auch die ohne passendes Bargeld. 

Egal wie man es dreht und wendet: wir haben uns vorsorglich eingedeckt - ab übermorgen liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei 90% 

Montag, 13. September 2021

Im Käfig auf den Berg


Heute in Gubbio gab es eigentlich nicht viel Neues: Marktplatz mit Palast aus der Renaissance, viele dicke Steine und alles furchtbar wichtig. Also genau wie in Urbio, San Marino und Cagli - wegen dieser Aussage darf ich mir jetzt gleich stundenlang anhören, welche kulturhistorischen Unterschiede ich hier wieder ignoriere und warum ich die letzten Tage nicht aufgepasst habe…



Ich finde das Highlight von Gubbio ist die Seilbahn. Natürlich keine normale Seilbahn sondern ein „Lift der Extraklasse“ - man fährt stehend in einem Käfig rauf auf den Berg. Nichts für Menschen mit Höhenangst, aber man soll ja konfrontieren. Alleine das Einsteigen ist so eine Sache für sich: man wartet auf dem roten Punkt auf den nächsten Käfig, dann wird die Tür vom Seilbahnwärter aufgerissen, man wird (bei laufendem Betrieb) in die noch fahrende Gondel gehievt, es wird nochmal sicher gegangen, dass man auch wirklich im Käfig drin ist, dann wird die Tür verschlossen und auf geht es in die Höhe. Und da steht man dann die nächsten Minuten in seinem winzigen Käfig , fragt sich, warum man nicht den Bus auf den Berg genommen hat und betet das Mantra „ … nicht nach unten schauen…ich habe keine Höhenangst…gleich ist es vorbei…“










Runter haben wir dann den Käfig zu zweit in Beschlag genommen. Gemeinsam leidet es sich doch viel schöner

Jaja, wer den Schaden hat……..








Zur Belohnung gab es unten ein ordentliches Eis und weiter geht es durch Umbrien nach Perugia.







Samstag, 11. September 2021

Preußisch



In Lido di Savio ist nicht so viel los

So organisiert wie hier geht‘s an keinem deutschen Strand zu. Rund um Rimini liegt man in Reih‘ und Glied.

Im schicken Rimini schon mehr





RSM






Wie alle wissen, die im PW-Unterricht nicht heimlich kiffen waren, ist die Republik San Marino nicht Mitglied der EU. Und weil im Urlaub auch die politische Bildung nicht zu kurz kommen soll, sind wir heute ins inneritalienische Ausland gefahren. Das bildet und das Ziel liegt wunderschön mit Blick auf einem Felsen und man schaut bis zur Adria. 

In den Straßen um den Pallazzo Pubblico herum wird Touristengerümpel verkauft. Das ist gut für die Sanmarinesen und schlecht für mein ästhetisches Empfinden.





Burgblick, fast wie im Mittelrheintal.








Unverschämtheit 









Orange ist ja noch schwieriger als gelb.










Signore möchte jetzt sanmarinesischer Staatsbürger werden, „weil die Kennzeichen schicker sind als unsere“.




Freitag, 10. September 2021

Kleine Steinchen


 Wie alle wissen, die im Geschichteunterricht nicht heimlich rauchen waren, wurde einst das römische Reich geteilt, die Goten entzweiten sich und zwischendrin war auch noch Völkerwanderung. Die glückliche Folge sind byzantinische Mosaike in Ravenna.



Aelia Galla Placidia ist zwar in Rom beerdigt, aber natürlich hat sie als weströmische Kaiserin ein Mausoleum auf dem Lande. Das sieht von außen nach nüscht aus, die Überraschung drinnen ist dann aber groß.







Man darf nur fünf Minuten drin bleiben, die Dame war ganz streng.











Ich war ganz ergriffen.








Nebenan, in San Vitale, geht das Ganze dann in groß weiter.




Der Kaiser 









Die Kaiserin 









Zum Abschluss des Tages empfiehlt sich noch ein kleiner Abstecher zu Sant‘Apollinare Nuovo









Die drei Weisen aus dem Morgenland 

Drohende Genickstarre


Vor der Langeweile fliehen




 In Ferrara gibt es viele Museen - einmal zahlen, alle besichtigen. Wir haben nur drei geschafft, da ist noch Luft nach oben.


Im Palazzo dei Diamanti gibt es leider keine Diamanten sondern „nur“ die nationale Gemäldegalerie. Da hat man neben den Vertretern der Ferraneser Schule auch die Werke der umliegenden Klöster hingebracht. Praktisch, da geht man in einen Saal und hat 10 verschiedene Abendmahle. Ein Skandal: auf einem sind sogar Frauen abgebildet! Und das in der Renaissance!


Ich fand die Kleinigkeiten in den Bildern viel lustiger.



Manch einem stinkst in der Renaissance 











Es gibt Rangeleien 










Manch einer nutzt die Zeit zum Denken 










Und auch damals gab es schon einen Speicheltest 









und Sporen an den Schuhen der Herren. Ich habe alle Schuhläden abgeklappert, aber keins von diesen Exemplaren gefunden. 





Der Palazzo Schifanoia gefällt mir schon wegen des Namens seh gut: schivar la noia heißt vor der Langeweile fliehen. Also Langeweile gab es bislang noch nicht, dafür im Palazzo astrologische Fresken. Wunderbar! 





Der (mir nicht verständliche) Trend der zerrissenen Hosen scheint schon damals hip gewesen zu sein.










Und in der Darstellung des Junis wird geknutscht.







Hinterm Palazzo gibt es ein lauschiges Gärtchen, wo man die verdrängte Langeweile nacharbeiten kann. 





Zum Schluss noch das Kathedralenmuseum und dann ist Schluss für heute - jetzt gibt es nur noch Pasta, basta!