Herzlich willkommen auf unserem ReiseBlog.



Montag, 21. November 2016

Bei den Öschis


Dank der Empfehlung zweier Freunde (viele Grüße, Ubud-Bettina und dicke Umarmung nach Gomera, Thomas) sitzen wir im Österreichischen Hospiz der heiligen Familie und genießen mitten in Jerusalem einen ordentlichen Apfelstrudel und einen echten Verlängerten !!!

auch die Öschis mögen keine Waffen

Jeder kommt hier natürlich nicht rein: Entweder man sieht österreichisch aus, spricht deutsch mit Schmäh oder hat ne Buchung für eines der begehrten Zimmer hier im Hospiz.
Drinnen ist es recht gediegen: es gibt Geranien, ein Bild von der Sissi hängt über der Theke und die Kellner sind lahm - ganz wie in Wien. 


Naja , gerade fängt der Muezzin mit seinem Ruf an - kann denn die Gendarmerie nicht mal für Ruhe sorgen?
Einfach warten, dann lösen die christlichen Kirchenglocken den muslimischen Ruf ab.


Ich seh´ zwar nicht so aus, war aber sehr froh, nach erfolgtem Altstadtrundgang einen Hort der Ruhe gefunden zu haben, auch wenn er österreichisch ist. Hier wird man sitzengelassen und keiner will Devotionalien verticken. Schwester Poenitentia hat stets ein fröhlich GrüßGott auf den Lippen, während sie an uns vorbei zum Kaktusgießen eilt. Der Strudel ging so. Ist nicht schlimm, Tonic taugt hier auch nix.

Lecker Frühstücksei im Nest



Spiegelei war gestern - ab heute gibt es lecker Bratei mit gesundem Spinat im Briochenest!
Hurra, der Tag kann beginnen (um 11:23 Uhr.....)

Sonntag, 20. November 2016

Das jüngste Gericht




Jeder will dabei sein beim jüngsten Gericht. Deshalb ist am Hang des Ölbergs alles zugebaut. Wenn man schon länger tot war ist es doch eigentlich egal, wann man drankommt, oder? Fromme Moslems und Juden sehen das anders, da wird ordentlich in die pole position investiert, man kann ja nie wissen.












Vom Berg hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt.












An der Klagemauer ist der Geist der Gottheit immer da. Auch nachts, wenn keiner betet.

Diese jungen Herren bewachen die Klagemauer und sind selbst Motiv für Touristen.

 

Frühstück ist ja so wichtig

Ich frühstücke sehr ungern ausländisch.
Die restlichen Mahlzeiten des Tages sind mir egal. Morgens allerdings muß es westeuropäisch sein. Hiesiges Frühstück ist eher Pita mit Oliven und Knatschkäse. Furchtbar.

offizielle Version: "nur" zwei Teilchen und der Baedeker

das wahre Leben: zusätzlich noch ein Apfelkuchen mit Eis - zum Frühstück!!! Und der Baedeker ist auch nicht mehr da

Deshalb war ich heilfroh, als wir feststellten, daß das beste Café der Stadt bei uns um die Ecke liegt. Hier gibt´s sogar frische Pfannkuchen mit Pistaziencremefüllung. Für Nichtberliner: in Berlin heißen Berliner Pfannkuchen und Pfannkuchen Eierkuchen.Wer in Berlin Berliner bestellt, bekommt wahrscheinlich eene druff.

Koscher essen


glücklich schon mit ner Vorspeise 


Ich brauche noch nen Bier dazu - Gott (Jehova) sei dank ist Bier koscher!!!

Koshari

Shamshuka - hier allerdings in der libanesischen Variante (sieht man doch!)


Samstag, 19. November 2016

Nicht in Paris




Eigentlich wollte ich ja nach Paris, meinen Resturlaub bei Stopfleber und Veuve Cliquot verplempern.
Aber nein, ganz so einfach läuft´s natürlich nicht. Pacta sunt servanda und weil Dicki dieses Jahr die Auswahl hat, sind wir in Jerusalem gelandet, dem Epizentrum des abrahamitischen Religionswirrwarrs.


Wer gläubisch ist, muß herkommen, weil hier der Heilige Geist durch die Gassen weht.
Wer ungläubisch ist, hat ein kleines Problem, denn wenn man die Relljon abzieht, bleibt von Jerusalem leider nicht viel übrig.




Der christliche Hotspot ist die Grabeskirche.
Dorthin gelangt man durch den muslimischen Teil der Altstadt, in dem man allerlei religiösen Kitsch kaufen kann. Schlappen und Kippas gibt´s auch, der Handel muß sich schließlich nach der Nachfrage richten.










Die Fundamente der Kirche sind tatsächlich alt, aber das interessiert hier nicht wirklich wen, weil man ja gekommen ist, um das Grab Christi zu schauen.


Dafür muß man länger anstehen, aber immerhin ist es gratis.





Das Grab und der Salbungsstein gehört allen vertretenen Konfessionen gleich, ansonsten sind die Besitzverhältnisse im Inneren der Kirche gelinde gesagt unübersichtlich.









Jeder gönnt dem anderen nix und so streiten sich griechisch-orthodoxe, römisch-katholische, armenisch-apostolische, syrisch-orthodoxe, äthiopisch-orthodoxe und koptische Kirche darum, wer wann wo ein Weihrauchfäßlein schwenken darf. Protestanten haben selbstverständlich nix zu melden.
Diese Leiter zum Beispiel steht hier seit 1967. Leider kann man sich nicht einigen, wer sie reinholen darf. Präzedenzfälle sind schließlich sehr riskant.




ein wenig wie im Lampenladen


überm Grab die Baustelle





Praktischerweise kamen wir an einem Donnerstag an, da konnten wir gleich am Freitag den Franziskanermönchen dabei zuschauen, wie sie die wöchentliche Prozession entlang der Via Dolorosa anführen.
Ich war ein wenig enttäuscht, trug doch niemand Kreuz oder zumindest eine kleine Dornenkrone.
Außerdem wurde international gebetet und nicht nur auf Latein, dafür aber lautstark mit Lautsprecher, damit auch jeder mitbekommt, was geboten wird. Wem das zu anstrengend ist, der kann sich das Schauspiel bei Apfelstrudel und Pharisäer von der Terrasse des österreichischen Hospizes aus ansehen oder wartet einfach im arabischen Hummusladen gegenüber der Kreuzwegstation vier, bis alle vorbeikommen.



Ave Maria







Dieser Herr ist ein Bischof der indisch-orthodoxen Kirche im Staate Kerala, dem syrisch-orthodoxen Ritus folgend. Man beruft sich auf den Apostel Thomas. Er führt ein Grüppchen durchs Heilige Land und war sehr nett zu uns. Man muß nur freundlich fragen...


Donnerstag, 17. November 2016

Airforce one

Der Barack ist in Berlin und da die Stadt dann immer so voll ist, fliegen wir lieber weg!
Auf dem Rollfeld in Tegel haben wir der Airforce One zugewunken... 
hat aber niemand reagiert ....
Das wird sicherlich beim Donald anders