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Freitag, 11. März 2016

Jaipur

so wohnen die Singhs



Der Maharaja von Jaipur wohnt noch immer in seinem Palast.
Leider sieht man ihn nicht so häufig, aber eine Durchfahrt ist immer für ihn reserviert, falls er mal einen Ausflug machen möchte.







Palast der Winde
viel zu heiss hier und noch nicht mal Sommer




Am bekanntesten ist die Fassade mit den Fenstern für die Damen. So konnten sie unbeobachtet dem Treiben auf der Straße zuschauen.





Herbsttor mit Pfauen




Dicki fand natürlich den zweiten Hof am schönsten.
Vier Türen führen hinein, alle unterschiedlich verziert.
Kritiker finden das dekadent.




Sommertor mit Lotos

Wintertor mit Rosen

Frühlingstor mit Wellen







Jaipur wird auch "The Pink City" genannt, weil die Fassaden der Hauptstraßen in der Altstadt rosa getüncht sind.




Leider sieht´s dahinter oftmals weniger hübsch aus.











Wenn man nicht gerade Krieg führt oder Prinzessinnen aus fernen Landen heiraten muß, hat man als Raja viel Zeit, die man mit Astrologie verbringen kann. Die hiesige Sonnenuhr ist 27 Meter hoch und sehr genau. Leider ist Indien eine Republik und alle müssen sich an die Delhi Standard Time halten, so geht die Sonne etwas ungenau.

Donnerstag, 10. März 2016

Fatehpur Sikri...

im Hintergrund: Buland Darwaza, der Eingang zur Moschee
...war auch einmal Hauptstadt.
Man ist viel umgezogen, damals, so als Maharaja. Wurde man bedroht oder fand die Hauptfrau die Immobilie nicht mehr ganz so angenehm, hat man einfach eine neue gebaut.

Aussichtsturm für die Damen


Fatehpur mußte vermutlich aus Wassermangel aufgegeben werden.
Unsereins baut ja auch, wo eigentlich nichts sein sollte. Venedig, Los Angeles oder Lichtenberg und sowas.











Übrig sind Bauten aus Sandstein, die dramatisch auf einem Hügel liegen.







Ziegen überall



Auch eine Moschee nebst beeindruckendem Eingang gibt es noch.









Variationen des Oktogon




Darin steht das Grabmal des Salim Chishti, ganz aus Marmor gebaut, mit sehr schönen Gittern verziert.
Hier kommen Frauen mit Kinderwunsch her. Für Männer gilt das natürlich nicht, die machen ja immer alles richtig.



der links hat es verstanden

Für Wolfi

Ganz in Deinem Sinne: die staatliche Homöopathieklinik

Kleiner Nachtrag

 Im Sikhtempel muß man immer Kopfbedeckung tragen. Ansonsten wird man in Ruhe gelassen. Kein Guide, keiner mit Freunden in Berlin, fast fühlten wir uns ignoriert.


Hochzeit im Hindutempel gegenüber - wo sind denn nur die Männer?

Mittwoch, 9. März 2016

Heilige Scheiße...

Bevor ich diesen Titel erkläre, muss ich vorwegnehmen, dass dieser Eintrag nicht chronologisch erfolgt:
Gestern waren wir noch in Jaipur und heute vormittag in der tollen Festung von Amer - beide Einträge fehlen hier noch.
Und jetzt sitzen wir in Pushkar auf der Terrasse und ich will ins Bett - das geht aber nicht, da Christoph unbedingt noch bloggen will. Und das geht nur chronologisch korrekt........
So ein Blödsinn!!! Von unseren Lesern würde doch sowieso nur ein oder maximal zwei den geografischen Bruch erkennen (sorry, ist nicht böse gemeint - aber stimmt doch, oder?)
Also, wenn ihr Glück habt, gibt es morgen dann noch die wahnsinnig spannenden Anmerkungen zu den beiden fehlenden Stops auf unserer Ratjastan-Tour. 

So, nun aber wieder zurück zum hier und jetzt: Pushkar liegt ganz nett zwischen Bergen (oder eher Hügeln), die von verdorrten Bodendeckern und vertrockneten Sträuchern überzogen sind (Christoph meinte: ..... hier sieht es aus wie auf den Canaren, auch alles grau), und einem See. Und der ist furchtbar heilig!
Waren wir bislang immer die einzigen weissen Touristen, wimmelt es hier von Hellhäutigen - Merkmal: entrückter Gesichtsausdruck, gerne in weite Gewänder (bevorzugte Farbe: orange) gekleidet, verfilzte Haare (Dreadlocks nennt man das glaube ich).
Kurz gesagt, hier treffen sich die Hippies, die ewig junggebliebenen Guruanhänger und Yoga-Yogis. 
Aber das ist ja nicht schlimm, denn wir sind ja tolerant. 
Die Brahmanen hingegen sind eher aufsässig und lästig: da wird man gerne an die Hand genommen, an den See gesetzt, in ein Gespräch vertieft und schwups muss man irgendwelche hindu-intellektuellen Wahrheiten nachplappern, dann bekommt man einen roten Punkt auf die Stirn gemalt und wird dann höflich um eine Spende gebeten. Aber nicht irgendeine Spende, nein es dürfen nicht etwar die üblichen 100 Rupien sein, nein, hier werden pro Person 20 Euro verlangt. Bei Bedarf fährt einen der Brahmane gerne auch auf seinem Mofa zum Hotel, damit das Geld gerne auch aus dem daheim gebliebenen Geldbeutel geholt werden kann.....
Hmmm und das ist nicht nur am heilgen See so sondern auch in jedem Tempel - bähhhh! 
Naja, jetzt ist unser Kharma schlecht und der Brahmane hat ne Abschreibung zu verzeichnen: Ausgaben: roter Matsche für die Stirn - Einnahme: nischt ausser einer hitzigen Diskussion über die Freiwilligkeit von Spenden. 
Tja, so ist das mit der Heiligkeit. Die will auch bezahlt werden. Aber es ist ja nicht alles schlecht. Die Herren, Damen und Kinder vom Sikh-Tempel waren furchtbar nett und es war auch unser erster Sikh-Tempel überhaupt. Jetzt müssen wir nur noch lernen, was Sikh sind. Gegenüber von den Sikhs wurde hinduistisch geheiratet. Die Tanten durften tanzen und es war ordentlich laut und bunt.

So, und weil es jetzt schon furchtbar spät ist (21.23 Uhr) und das Internet gaaaaaanz lahm ist, gibt es heute keine Bilder. Die werden vielleicht morgen nachgeholt.

Agra Fort

 
Vom Roten Fort in Agra aus hat man einen wunderbaren Blick auf´s Taj Mahal.





Hier hat Shah Jahan die letzten Jahre seines Lebens verbracht, nachdem er von seinem Sohn gestürzt worden war.
Jeden Tag mußte er das Grabmal seiner Frau sehen, der arme Witwer.






Für Mutti und Vatti


Noor, die Frau des Mogulkaisers Jahan hat für ihre Eltern ein klein Mausoleum errichtet.




Mit hübschem Türmchen und Garten drumrum. Sogar eine Anlegestelle gibt es. Damals war noch mehr Wasser im Fluß.