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Sonntag, 25. September 2022


 

Nachtrag, Paris

 Sehr schön war’s uff‘m Land jewesen und so ganz ohne starken WLanRouter lebt sich‘s auch ganz gut. Und hätte ich mal ein hochpreisigeres Hotel in Paris gebucht. So war der Internetzugang aus Gründen des Geizes doch sehr eingeschränkt. 

Deshalb ein kleiner Nachtrag:

Vilebrequin, Rue du Vieux Colombier, läßt es zum Saisonenden farblich noch mal so richtig knallen. 


Kirchenbesuche sind in den letzten Wochen zu kurz gekommen. Deshalb wird die Kathedrale von Saint-Denis besichtigt, wo damals die Gotik erfunden wurde. 

Der heilige Dionysios hat ja seinen Kopf nach der Enthauptung selbst hergetragen, gell!? Außerdem liegen königliche Gebeine zuhauf

Herr M. Aus K. empfahl uns einen Besuch des Musée Jacquemart-André. Klein und fein wird die Sammlung in Räumen der Belle Époque präsentiert. Vive la Bourgeoisie. Herr Füssli war auch anwesend.







Herr H. aus B. legte uns die nachmittägliche Besichtigung der Oper ans Herz. Da sieht man was und muß nicht stundenlang die Nibelungen ertragen. Die ganze Sache ist sehr prächtig-golden und plüschig.
In der Oper 




Vor der Oper


Im Garten der Chapelle Expiatoire blühen die Rosen. Hier wird, erbaut auf den Überresten der Revolutionsopfer, Ludwig XVI. und Marie-Antoinette gedacht. Findet nicht jeder toll, aber die Lage ist unschlagbar. 


Zum Abschluss wollte Missjöh unbedingt noch zu Floderer, verständlicherweise. 



Au revoir 



Dienstag, 13. September 2022

Le Gât, Aubusson d‘Auvergne

 Missjöh im wahren Leben:

„Wo hab ich bloß die Leiter hingestellt?“



Wo ist der nächste Supermarkt?


 Seit Sonntag haben wir ein Häuschen auf dem Land. Also so richtig auf dem Land: der nächste Supermarkt ist 22,5 km entfernt und der Bäcker im nächsten Ort (ca. 7km) hat Dienstagabend von 17.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Da hat man besser eine gut durchdachte Einkaufsliste gemacht!

Dafür ist der einzige Lärm das Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögelein. Ansonsten : Ruhe… das ist für Großstädter wie uns ja was ganz ungewohntes. 

Und so sitzen wir auf der Terrasse zwischen dem Haus und der Scheune , essen, trinken, lesen und


schlafen. Ab und zu kommt mal ne Katze vorbei - aber das war es dann aber auch schon mit Besuch

Zuvor allerdings haben wir natürlich Clermont-Ferrand und die Umgebung erkundet. CF ist die mittendrinigste Stadt Frankreichs und hat trotzdem keinen TGV-Bahnhof. Vielleicht ist das ganz gut so, denn so hat man in der Fromagerie Nivesse mehr Zeit, uns zwei Jahre alten Brie zu erklären.


Im aus hiesigen Vulkangestein erbauten Dom wurde pietätvoll God Save the King georgelt.


In den Dörfern und Städtchen der Auvergne ist auch die Welt noch in Ordnung. Mädchen und Jungs treffen sich nur in den Pausen, so ist man beim Lernen nicht abgelenkt.


Die Chateaux sind teilweise nicht sehr royal heruntergekommen.


Dach und Heizung sind ja immer ein Problem.


Frankreich schreitet voran und automatisiert. Vive la modernité. 
Fachwerk gibt’s auch noch. Vive la tradition. 



Vichy

 



Ich war mal in Vichy … das muss in der 4. Klasse gewesen sein und da ich keinerlei Erinnerungen an den Aufenthalt habe,  (es ist einzig ein französisches Schimpfwort hängen geblieben….) kann das nicht so doll gewesen sein. Obwohl, mit 10 Jahren sind wahrscheinlich andere Dinge toll als im fortgeschrittenen Alter.
 

Naja, Vichy hat eine große Trinkhalle, in der die Kurgäste täglich das gesunde Wasser schlürfen müssen. Dafür bekommt man einen Becher (Plastik, nicht sehr nachhaltig!) und muss diesen gleich vor Ort austrinken. Mitnehmen und abfüllen verboten 🤔

Dann gibt es noch einen hübschen Kurgarten und der Rest ist weitestgehend zu. Fühlt sich nach verlassener oder ausgestorbener Stadt an, deren gute Zeiten längst vorbei sind.

Früher wandelte man ordentlich 
gewandet durch den Park 

Früher war alles besser.

Allerdings wird uns Vichy in Erinnerung bleiben: „Wo waren Sie, als Elsbeth starb?“

Mittwoch, 7. September 2022

Le Corbusier…

 …hat nicht nur an der Heerstrasse gebaut. Auch in der französischen Provinz gibt es Beton zu bestaunen:

Notre Dame de la Haute in Ronchamp, immer eine Reise wert.

Impressionen










Neoplastizismus …?!?

 Gestern gab es ja bei den Schlumpfs Autos zum Anschauen, heute standen dann wieder Bildchen auf dem Programm: Mondrian in der Fondation Beyeler.

Draußen grün und wenn man drinnen den Blick von den Kunstwerken reißen kann, schaut man zurück ins Grüne.

Für mich war Mondrian ja immer der mit den Linien und ein wenig Farbe im Quadrat.



Heute habe ich gelernt, dass er auch mal ganz impressionistisch gemalt hat. Daraus wurde dann im Laufe der Zeit der Neoplastizismus (gleiches Motiv nur reduziert auf die Grundlinien … ist doch ganz klar..?!) 

Aus Oma beim Kartoffelschälen…
… werden Linien

Baum 

…bleibt Baum 

Also ich hab das nicht so richtig verstanden, gefallen hat’s mir trotzdem!

Um  die Ecke gibt es auch noch das Designmuseum Vitra. Da werden die Stühle nach Farben sortiert ausgestellt. Sehr ordentlich! 















Schöner wohnen

Es ist schon schwierig, wenn man beengt wohnen muß. Der Horch paßt nicht durch die Einfahrt und der Hispano-Suiza erst recht nicht. Im Möbelladen neben dem Sitzmöbelmuseum wird dem Kunden dann ein Wohnvorschlag unterbreitet, den ich sofort angenommen hätte. 

Schöner essen

Wohnen mit Ausblick, die Stühle kann man sofort mitnehmen, ist alles am Lager.

Schöner sitzen