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Donnerstag, 27. November 2014

Das dritte B...

Sangriaeimer werden nicht mehr gern gesehen
...der Ballermann. Dicki kennt zwar Boris und Bohlen, aber den Ballermann kannte er noch nicht, obwohl er doch die Hauptsehenswürdigkeit aller Deutschen ist. Der Ballermann, nicht der Dicki. Ballermann ist die Verhunzung von Balneario (Strandbad), davon gibt es Strand von Palma 14, glaube ich, und Nummer sechs ist fest in deutscher Hand.








Vorausgesetzt, es ist jemand da.
Ohne jemand ist der Strand eigentlich sehr schön. Das bisschen Seegras stört nicht und die Sicht auf die Berge ist beeindruckend.



















Weil keine Saison ist, ist alles, was hier Spaß macht, geschlossen. Ich glaube, für uns wär´s nicht wirklich was gewesen. Wer auch im Ausland nicht auf deutschen Schlager verzichten möchte und auf seinem Teller gerne Fleisch und Viel hat, der ist hier sehr gut aufgehoben. 

Wurstkönig, leider geschlossen

Puff, leider auch geschlossen

Stimmung und Bier, leider geöffnet

Schinken Bude, ohne Bindestrich

Der Witzischkeit sind keine Grenzen gesetzt.

Mir grüßet freundlich unsere schwäbischen Freunde, egal, wo ihr grad sitzet.

Die sind auch ü-ber-all







Jaja, ich weiß, man soll nicht die Nase rümpfen über die Urlaubsvorstellungen anderer  Leute. De gustibus und so. Mach´ ich aber trotzdem. Vom vielen Rümpfen brauchte ich frische Luft und so fuhren wir nach Cap Formentor. Nach ca. 1000 Kilometern Haarnadelkurven (hier ein freundlicher Gruß an unseren Freund, Herrn K., ein passionierter Kurvenkotzer. So wie ich, als ich klein war) wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Strand gibt es keinen, aber bei 25 Grad war uns das egal. Mitleidig gedachten wir unserer lieben Berliner, die schon seit Tagen keine Sonne mehr gesehen hatten.
Sieht so Mitleid aus?

Und jetzt noch eine kleine Sensation:

Vom Winde verweht oder: Mein Haarlack hat versagt



Wir verabschieden uns von Mallorca. Schön war´s.





Freitag, 21. November 2014

Isola Maior

Malle, geschlossen





Mallorca ist geschlossen und das ist ganz wunderbar. Alle sind auf den Kanaren und stehen uns hier nicht im Weg rum.







Sanctus, sanctus

Heute waren wir in der Kathedrale von Palma zu fünft.Da kann man sich dann alles ganz besonders genau anschauen und wird irgendwann vom Kirchenbüttel gebeten, doch endlich das Gebäude zu verlassen. (Vielleicht dachte er, wir sind balearische Separatisten)  Das lag aber nicht an uns. Ich glaube, die wollten da Filmaufnahmen machen. Dabei ist uns heute schon eine Filmcrew begegnet, die sich in der Altstadt verausgabte. Ein Pärchen mußte aus einem Hauseingang heraus und die Gasse herunterrennen. Der Regisseur verlangte mehr Struktur. Alles auf deutsch, wie so vieles hier. Ich war fassungslos. Die werden bestimmt mal berühmt und ich kenne die dann wieder nicht. Oder das läuft auf RTL II.
Eigentlich sind wir nach Palma gefahren, um das doofe oder das blöde B. zu entdecken. Boris oder Bohlen. Leider hat´s nicht geklappt.




Sineu von der Abendterrasse aus
Wir wohnen in Sineu, einem kleinen Städtchen mittendrin. Alles ist da, die Kirche auf dem Hügel, die Plaza und mittwochs ist Markt. Da haben wir schon schön Umsatz generiert.

Frühstücks-Orangenbaum






Wir haben für zwei Wochen ein klein Häuschen gemietet, mitsamt Orangenbaum. Dicki darf morgens immer Orangen pflücken, damit es frischen Saft gibt.










Stiller Köter


Zum Haus gehören auch Nachbarn, die man selten hört und nie sieht. Eine Ausnahme ist der Hund der linken Nachbarn, den sieht man immer. Gott sei Dank kläfft er nie, der kleine Köter. Das mag daran liegen, daß er in einem früheren Leben Schwebebalkenturnerin war und noch immer weiß, was Disziplin ist. Unsere Vermieterin, Frau K. sagt: "Die haben hier alle solche Tölen. Ich nicht. Meiner kann vom Tisch essen." Wir waren uns gleich sympathisch.




Die Morgenterrasse liegt ebenerdig und hat Sonne für´s Frühstück. Die Abendterrasse liegt im ersten Stock und hat Sonne für den ersten Drink, also ungefähr ab eins.
Von der Abendterrasse geht der Blick gen Mühle, wo Dicki gern wohnte, aber leider wohnen da schon die Reichen. Die fahren leicht schäbige Autos mit komischen Strohhüten auf der Ablage. Da ist also richtig Kohle.



In Lluc war´n wa ooch schon jewesen. Lluc liegt hinter den Bergen in einem wunderschönen Tal, wo die Schutzheilige der Insel verehrt wird.
Hier reißt´s die Lage raus, denn die Gebäude fand ich so lala. Wie man erkennen kann, dürfen hier Mädchen in der Kirche singen. Es ist ja in Ordnung, wenn bei den Katholischen die Mädchen während der Messe mithelfen, von mir aus. Aber singen, das geht doch entschieden zu weit.
Einen reinen Knabenchor gibt´s auch, aber der hatte leider frei. Irgendwie ist gerade für gar nix Saison.







Dicki im Tapastellerglück
Also ich war ja dagegen, dass wir in diesem Urlaub bloggen. 
Was tut man aber nicht alles, damit die Umwelt zufrieden ist und die Lieben zu Hause was zum Schmunzeln haben.
Aber wenn ich denn schon bloggen "muss", dann gibt es auch Bilder und Berichte, die den Urlaub aus meiner Sicht beschreiben:

Ich wollte ja eigentlich ins Allgäu - weil es im November dort so herrlich schlechtes Wetter gibt.
Da hätte ich den ganzen Tag im Bett bleiben können und hätte als Ausrede immer das schlechte Wetter vorschieben können - Allgäu war aber ausgebucht (wahrscheinlich hat C. das nur gesagt, weil er nicht schon wieder Kuhglockengebimmel aushalten wollte) .

Nächste Alternative: mit nem Segelboot-Kreuzfahrtschiff über´n Atlantik - fiel ins Wasser, weil es dort keine Balkonkabinen gab....ausserdem ist da die An- und vor allem die Abreise so beschwerlich..... Es wird aber auch nichts ausser acht gelassen, um mich zu manipulieren!



So sitzen wir hier auf Malle in einer Finca - mitten auf der Insel.
Naja, und da muss ich mich morgens schon um 09.30 aus dem Bett quälen (was eine echte Herausforderung ist, wenn man schon um 22.00 im Bettchen liegt) und mich um das Frühstück kümmern: fröhlich lächelnd wende ich mich als erste Tat des Tages dem hauseigenen Orangenbaum zu und pflücke die Früchte für den Morgensaft (natürlich mit einem fröhlichen Liedchen auf dem Lippen) - ich wollte ja schon immer Gärtner werden.

Dann wird sehr ausgiebig auf der Frühstücksterrasse gefrühstückt und Zeitung gelesen - das kann aufgrund der vielen Lektüre (oder unserer Entschleunigung) gut und gerne bis 11.30 dauern.
OK, damit bin ich schon wieder ein wenig vesöhnt - im Allgäu hätte es einen strafferen Frühstücks-Zeitplan gegeben ( da gab es nämlich nur bis 1100 Frühstück!)

Bis zu dieser Zeit müssen wir in der Morgensonne auf der Frühstücksterrasse ausharren - jetzt endlich ist der Zeitpunkt gekommen, den Aufenthaltsort zu wechseln: die Sonne ist so weit gewandert, dass es hier nur noch Schatten gibt. Praktisch, dass man da auf die Terrasse im ersten Stock ausweichen kann.





Da sitzen wir uns dann den Hintern erneut platt, um weiter zu lesen, einen kleinen Snack zu haben, Tee zu trinken, mallorcinischen Kuchen zu essen und dann endlich den ersten Drink des Tages zu sich nehmen zu können. Endlich!!! Der erste Drink des Tages ist doch der schönste...!











C. darf sich dann gerne in der bestens ausgestatteten Küche vergnügen und ich kümmere mich derweil um den hauseigenen Kamin, damit es auch drin schön mollig warm ist.
Ist ja wichtig, dass auch beim Lesen auf der Couch angenehme Temperaturen herrschen!

Wahrscheinlich denkt de geneigte Leser jetzt: Boh , ist das langweilig! Genau das ist das Ziel dieses Urlaubes - nichts machen, dabei möglichst häufig lecker essen und trinken und sich nach Möglichkeit nicht bewegen.