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Samstag, 26. Oktober 2013

Kleiner Ausflug

Wem der trübe berliner Herbst auf die Nerven geht, der kann in nur rund 14 Stunden auf die Südhalbkugel flüchten. Da beginnt jetzt der Frühling.




Pünktlich am 20. Oktober werden die Prilklebeblumen rausgeholt und Frühlingsherzchen gebastelt. Zwischendrin blüht´s dann auch noch farbenfroh:



Rosa-Pink geht immer, das lenkt dann von dem etwas spärlichen Rasen ab.

Man kann ja über Argentinien durchaus geteilter Meinung sein, allerdings muß ich sagen, daß es hier die weltbesten Croissants gibt, dagegen können die labbrigen Franzosenteilchen nicht anstinken. Ein Frühstück hier ist ohne Medialunas undenkbar.


Schön Weißmehl und Zucker!

Der Mittagsimbiß kann dann eine kleine Auswahl Empanadas mit diversen Füllungen sein. Die runden sind immer mit Käse und Schinken und die anderen mit Hühnchen und Diversem. Der Kenner erkennt das an der Gestaltung des Randes. Ich konnte mir das noch nie merken. Man merkt´s ja, sobald man reinbeißt.



Sollte man mit der kulinarischen Auswahl ganz und gar unzufrieden sein, so hilft ein kleiner Abstecher zum Club der deutschen Wurst. Ich hab´ nicht reingeschaut, kann mir aber nicht vorstellen, das Zwiebelmett oder Blutwurst mit Grieben angeboten werden. Dafür haben die hier selber zu gutes Fleisch.


Und was gibt´s sonst noch so Neues? Zum Beispiel den neuen 100-Peso-Schein in rosa mit Evita Perón drauf, ich glaube zum allerersten Mal. Was da wohl die Bürgerlichen sagen? War die nicht eigentlich eine, sagen wir mal, Prostituierte? Und wer braucht schon 100-Peso-Scheine? Ist eh nur 12 Euro wert.



Und als kleiner ironischer Treppenwitz der Weltgeschichte steht im teuersten Viertel von Buenos Aires ausgemusterter Industrieschrott aus der ehemaligen DDR. Man kann´s kaum erkennen, aber die Kräne wurden vom VEB Kranbau Eberswalde produziert. Da schauen jetzt die Reichen drauf und haben Angst, daß sie nach der Revolution in die Produktion müssen.


Und wenn gar nix mehr hilft, ist die hiesige Mutti immer mit dabei und kümmert sich persönlich um alles. Die ewige Baustelle vor der Hauptpost wird bestimmt mit tätiger Hilfe aus dem Präsidentinnenpalast schneller fertig. Ich kenn´ die Ecke gar nicht ohne Bauloch. War da schon immer und bleibt noch ewig.