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Mittwoch, 8. März 2017
Dienstag, 7. März 2017
Manuel I.,
König von Portugal lebte von 1469-1521 und hat Brasilien und den Seeweg nach Indien entdecken lassen. Weil das richtig Kohle einbrachte, hat er sich auch gleich einen Kunststil ausgedacht, die Manuelinik. Die zeichnet sich, so unser Baedeker, durch überstrapazierte Fassaden aus. Das kann man wohl sagen. Im Hieronymitenkloster in Belém kann man dergleichen in Reinform bewundern, alles ganz frisch gekärchert.
Also ich oute mich ja gerne (und oft) als kulturell unwissend: bislang kannte ich nur den Manuel und das Kloster sah mir doch arg nach Kleckerburg aus.
Der Kreuzgang wird als der schönste der Welt bezeichnet.
Ganz besonders gelungen fand ich den manuelinischen Rollrasen und die manuelinische Schubkarre.
Der Gesamteindruck ist allerdings beeindruckend.
| denkt noch wer an Stopfleber? |
Nebenan liegt der botanische Garten, gleich neben der Residenz des Staatspräsidenten. Wir wurden ständig von der neugierigen Vogelschar beobachtet. Die hatten wohl auf Leckerli spekuliert. Mir fiel nur "Tauben vergiften im Park" ein.
Auch hier differieren unsere Assoziationen doch sehr stark voneinander: während C. ans Taubenvergiften denkt (wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, diese danach zu verspeisen), mache ich mir Gedanken über unsere Zukunft: wenn wir mit kurz vor 50 schon auf ner Bank im Park sitzen und die einzige Gesellschaft doofe Enten und andere Vögel sind, was soll denn dann noch kommen..?
Man beachte bitte auch den Artikel, der hier von C. gelesen wird....Stil trifft eitlen Pfau!
Beruhigend ist allerdings, dass im Botanischen Garten Drohnen verboten sind!
Montag, 6. März 2017
Kiezkiosk
Jeder lissabonner Kiez hat einen Kiezkiosk. Unser Kiezkiosk ist leider nicht sehr malerisch, liegt aber nur 50 Meter vom Hoteleingang entfernt. Zwei große Bier gibt´s für 3 Euros, da nehme ich auch die durchwachsene Laune des Wirts gerne hin.
| Hipsterkiosk, Praca de Sao Paulo |
| Luxuskiosk, Praca Luis de Camoes |
Alles Käsebrot
Nichts ist wichtiger als Käsebrot. Fleischsalatbrot kommt gleich danach, kann aber Käsebrot nie ersetzen.
In der Straße der Empfängnis liegt der nationale Käsebrotladen. Man bietet eine Auswahl aus dem ganzen Lande an, dazu gerne einen kleinen Weißwein oder Grünwein. Warum der so heißt muß ich noch ergründen.
Der Portugiese ißt Käsebot ohne Brot, bietet aber dem Touristen gerne etwas an.
Die sehr freundliche Dame hinter der Theke kümmert sich um die Auswahl.
Dicki kann´s natürlich nicht lassen und will Wurst, die ihm dann nicht schmeckt.
Danach kann man sich mit einem Besuch bei der Eistherapie belohnen, die ist gleich nebenan.
Sehr angenehm hier!
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